Lieber Online-Kunde, geh weg, wir wollen dich nicht. Freundliche Grüsse, deine Migros.
Lieber Online-Kunde, geh weg, wir wollen dich nicht. Freundliche Grüsse, deine Migros.
Natürlich sagt die Migros das nicht so. Aber sie tut genau das. Und das ist kein Zufall, denn es hat System. Also denkt sie auch so. Nicht die ganze Migros. Noch nicht mal der Grossteil. Nur die Ahnungslosen. Leider sitzen genau diese im Management.
Die neueste Absurdität, die sich das ewig gestrige Migros Management wohl zusammen mit den pickelgesichtigen, föhnfrisierten BWL-Abgängern, die unmittelbar nach ihrem Studienabschluss schon als Senior Consultant bei McKinsey angestellt wurden, ausgedacht hat: Lasst uns Aktionen machen, von denen der Onlinekunde aber nicht wirklich profitieren kann.
Weil, Pickelgesicht Nummer eins hat nämlich herausgefunden, dass Aktionen zwar Leute zum Kaufen verleitet und Kunden bindet (also natürlich hat er customer retention gesagt, weil er das richtige deutsche Wort gar nicht kennt), aber dass Aktionen auch zu weniger Umsatz führen. Oh Schreck, weniger Umsatz will das orange MAnaGAment gar nicht. Pickelgesicht 2 hat dann in einer zweihundertseitigen Präsentation die geniale Lösung herausgearbeitet: Wir machen zwar Aktionen aber die Kunden können die Produkte nicht kaufen. Gewagt würden die einen sagen. Schwachsinnig die anderen.
Aber zum Glück gibt es das Senior Management. Die sind welterfahren, erprobt, haben den Durchblick. Der grosse vorsitzende Sesselkleber hat sofort erkannt: Super Idee, aber ein bisschen was müssen wir den Kunden schon geben. Und so kommt es, dass wir Online Kunden jetzt bei der 50% Aktion von Aproz genau ein Doppelpack in den Warenkorb legen dürfen. Eines. Eines. Eines. Während die Kunden im Laden wägeliweise Aproz rauskarren dürfen.
Immer wenn man denkt, schlechter kann's nicht mehr werden, überrascht die Migros mit einem neuen Bullshit. Ich bin's langsam leid.
