Wert von Nachhaltigkeitsprodukten? | Migros Migipedia
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Wert von Nachhaltigkeitsprodukten?

Wert von Nachhaltigkeitsprodukten?

Mel_Bern
Mel_Bernvor 9 Jahren
Seit Jahren versuche ich als Konsument "sozial" einzukaufen, saisongerecht einzukaufen und wenn möglich Produkte aus der Region oder wenigsten nicht gleich aus Asien zu berücksichtigen. Dabei habe ich Vertrauen in die bekannten Labels wie "Max Havelar", "Rainforest Alliance", "UTZ", etc. entwickelt.

Im kürzlich ausgestrahlten Dokumentarfilm "schmutzige Schokolade" wird aufgezeigt, auf welch verbrecherische Weise der Schokoladenmarkt funktioniert. Die Verantwortlichen der Labels sind offensichtlich weder fähig noch willens Misstände wie Kinderarbeit sowie sklavenartige Umstände ernsthaft zu unterbinden.

Es stellt sich die Frage wie vertretbar es ist, dass uns Konsumenten vorgegaukelt wird man kaufe für einen höheren Preis ein sozial besser verträgliches Produkt. Grossabnehmer wie Migros und andere müssten eigentlich alles daran setzen, dass die Vorstellungen der Konsumenten nicht enttäuscht werden. Es gilt auch hier "weniger ist mehr".

Was kann als Konsument wirkungsvoll beitragen????

Hier noch die Links für den diskutierten Schokoladefilm auf Youtube:
Part 1: http://www.youtube.com/watch?v=P0KtWSuMIQ0
Part 2: http://www.youtube.com/watch?v=J4M9SPjKBTI
Part 3: http://www.youtube.com/watch?v=yGe5xwXgBT0

2 Antworten

Letzte Aktivität vor 5 Jahren
  • magpie
    magpievor 8 Jahren
    ...dieses problem gibts nicht nur bei schokolade resp. kakao.
    auch bei anderen heiklen produkten wie z.b fisch, wird dem konsumenten das blaue vom himmel versprochen.fisch essen ohne schlechtes gewissen dank irgendwelchen labels. unter dem MSC labe dürfen beispielsweise auch fischereien fischen, die erst auf msc umstellen. und solange viele andere fischereibetriebe nicht auf die natur achten, nützt es eh wenig.
    zwar leiden hier keine kinder, aber ich meine nur. oftmals sind labels einfach eine geldmacherei.
    und als konsument kann man nichts machen, ausser den labels glauben schenken oder sie hinterfragen und ganz verzichten. was irgendwie auch keine lösung ist.
  • Gast
    Gastvor 5 Jahren
    In China beträgt der Pro-Kopf-Konsum gerade einmal 60g. Aber auch die Chinesen kommen langsam auf den Schoggi-Geschmack, der Absatz steigt stetig. Entsprechend hohe Hoffnungen setzt die Schokoladenindustrie auf das aufsteigende Riesenland.

    Doch die Popularität von Schokolade in China bereitet auch Sorgen. Wenn der Pro-Kopf-Konsum von Kakao nur schon auf das Niveau von Côte d’Ivoire stiege, so würde das Reich der Mitte zum grössten Kakao-Importeur der Welt, ein Rang, den heute die Vereinigten Staaten einnehmen. Gegen 700000t Kakao mehr müssten produziert werden. Das entspricht der gegenwärtigen Jahresernte Ghanas, des zweitgrössten Produzenten.

    Wenn China gar so schokoladenhungrig wie Belgier oder Schweizer würden, so konsumierte das Land alleine rund das Doppelte der heutigen Weltproduktion. Schweizer konsumieren 95mal soviel Kakao wie Chinesen.

    http://www.nzz.ch/finanzen/kakao-wo-schokolade-an-den-baeumen-waechst-ld.137775