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Wenn Geld vor dem Kunde kommt

Kategorie: Allgemein

Gast
Gastvor 10 Jahren
Mit fünf Verkaufswagen legte Gottlieb Duttweiler 1925 den Grundstein der Migros. Er kam zu den Kunden.

Heute kommt der Kunde zu Migros und Migros bestimmt was wir kaufen sollen. Ich spreche von der schleichende Sortiment Reduktion.
In einigen Filialen sind etliche Produkte nicht mehr erhältlich. Mails an die Migros werden nicht beantwortet oder an den Filialleiter der betreffender Migros weitergeleitet.
Da sind wohl einige dieser Hochstudierten am Werk; das Motto: Money Money Money!!!

Als die Migros ins unser Dorf kam, hat die Gemeinde die Verkaufsfläche bestimmt und zwar so, dass es Platz hat für die bestehenden Dorflädeli's sowie als auch für die Migros.
Heute nach rund 30 Jahren, hat es Migros geschafft es gibt es keine Lädeli's mehr!! Nur noch Migros!

Nun kommt der zweite Schlag: Viele Produkte verschwinden! Das Sortiment wird gestrafft!
Erste Folge: ich suche mir eine andere grössere Migros, wo ich meine Einkaufsliste machen kann, denn ich gehe nicht in 2-3 Migros (ich doch nicht blöd!).
Resultat wird sein dass, in ein Paar Jahren die Migros auch aus dem Dorf verschwindet. Ziel nur noch zentrale Migros Shopping Center's. Keine kleinere Lieferungen in Dörfer. Wie der Kunde dorthin kommt bzw. ältere Leute ist einigen Manager's egal. Hauptsache die Kasse stimmt. Eben das Geld und nicht der Kunde.
Lieber Gottlieb, was ist aus Deiner Idee geworden?
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Letzte Aktivität vor 10 Jahren
Twilight
Twilightvor 10 Jahren
Auf Migipedia kommt bei auffallend vielen Kommentaren zum Ausdruck, dass Kundinnen und Kunden sich ärgern oder wahnsinnig enttäuscht sind, wenn ihre bevorzugten Migros-Produkte aus dem Sortiment verschwinden oder nur in grossen Filialen verkauft werden. Ich habe mich schon gefragt, inwiefern nicht (auch) das Angebot die Nachfrage bestimmt: Wenn das geliebte Brot x oder die feine Schoggi y nur in wenigen grossen M-Filialen angeboten wird, ist die Nachfrage logischerweise kleiner, da ganz viele das Produkt nie kennen lernen oder den langen Weg zur nächsten grossen Filiale nicht auf sich nehmen. Dann nimmt Migros Brot x und Schoggi y aus dem Sortiment mit der Begründung, die Nachfrage sei klein... Schade, denn Schweizer sind ja sooo Gewohnheitstiere ;-). Nein, im Ernst, für mich ist ein konstantes vielfältiges Migros-Sortiment echt ein Stück Lebensqualität und ich stimme watchfox zu, dass die Migros als Genossenschaft sich hier einsetzen muss. Daher finde ich es toll, dass Migros bereits einige Produktwünsche von Kundinnen und Kunden recht zeitnah realisiert hat - mehr davon! Grüsse, "Twilight"
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Swiss-lady34
Swiss-lady34vor 10 Jahren
Genau
geht mir genauso
Arbeite neben einer kleinen Migros von der ich sehr viele Produkte beziehe..... und immer wieder verschwinden Artikel aus dem Sortiment, die ich vielleicht nicht täglich brauche, aber halt trozdem immer wieder.
Und ich habe dort nicht die Möglichkeit auszuweichen, es gibt keine grössere Migros in der Nähe.
es ist so Schade...
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trixvi
trixvivor 10 Jahren
Die Sache ist zwiespältig: Als bei der Migros auch Markenprodukte erhältlich wurden, sind die Preise bei Coop gesunken. Durch die Markenprodukte wurden die ursprünglichen MeToo-Produkte also überflüssig, obwohl es Kunden gibt, die diese bevorzugten. Und jetzt werden Migrosklassiker ausgelistet.
ABER: Die Sortimente von Coop und Migros sind austauschbar geworden, die Preise grösstenteils identisch. Eigentlich muss ich (ein Migroskind) gar nicht mehr in die Migros, ich bekomme alles in Coop auch, und das Coop ist näher gelegen.
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Twilight
Twilightvor 10 Jahren
Also langsam nervt es mich auch zunehmend: Meine Bio Hafernüssli und sämtliche Bio Gemüsekonserven sind aus meiner M-Filiale verschwunden. Der Mitarbeiter rief nur halbherzig über die Schulter, ich solle halt in eine MM-Filiale gehen und "man würde sich bemühen...". Besser, ich gewöhne mich schon gar nicht mehr an die Migros-Produkte, wenn ich sie dann doch nicht mehr regelmässig kaufen kann...
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Gast
Gastvor 10 Jahren
Hallo Acko,
Deinen Satz:
Und was das mit Duttweiler zu tun hat, weiss ich wirklich nicht?

Hast Du das Buch und die Geschichte von Herrn Duttweiler gelesen?
Ich weiss leider nicht wie alt Du bist?

Ein Beispiel:
Die Migros Lastwagen waren 1925 auch nicht Effizient.
Damals gabe es Manager die anders rechneten.
Es gibt Mischrechnungen, dort verdient man mehr, dort weniger. Nicht nur Geld Geld, Geld! Das Endresultat, ja das muss über dem Strich liegen. Heute will man aber überall im Plus sein.
Gross sein hat eben den Vorteil, dass man Mischrechnugen machen kann.

Effizienz wäre in kleineren Migros nicht drei verschiedene WC Reinigungsmittel im Sortiment anzubieten oder vier verschiedene Waschmittel.

Wenn eine Person mit 85 Jahren, eine Stunde fahren muss mit öffentliche Verkehrsmittel um einen Pflaumen Saft zu holen in einer anderen grösseren Migros weil er aus dem lokalen Sortiment genommen wurde, dann habe ich Mühe.
Ich hoffe Du wirst nie alt.
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Twilight
Twilightvor 10 Jahren
Hallo watchfox, dein letzter Absatz bringt es auf den Punkt! Und es sind mit den vielen "älteren" Menschen auch andere - meist "schwache" - Personengruppen wie beanspruchte Alleinerziehende, Armutsbetroffene, Kranke und Behinderte, die echt darauf angewiesen sind, dass ihre kleine Migros Filialen ein breites lokales Sortiment führen. Schade, dass die Migros hier scheinbar am Ab- statt Aufbauen ist! Liebe Grüsse, "Twilight"
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Twilight
Twilightvor 10 Jahren
@acko, da muss ich schon sagen, zu einer menschenwürdigen Lebensqualität, einigermassen an heutigen Schweizer Verhältnissen gemessen, kann der Traubensaft bei manchen Menschen sehr wohl dazu gehören!

Klar, da ist der Spagat zu Effizient/Preisdruck. Aber ich denke, die Migros hat beste Chancen, diesen Spagat mit innovativen Wegen zu Gunsten ihrer treuen Kundinnen und Kunden zu bewältigen... Liebe Grüsse, "Twilight"
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Gast
Gastvor 10 Jahren
Ich kann nur zustimmen, dass ich es auch sehr ärgerlich finde, dass die Produktvielfalt immer kleiner wird. Letztes mir persönlich sauer aufgestossenes Beispiel: Andros Fruchtssaft Trois Agrumes ist aus dem Sortiment genommen. Stattdessen hat man die Auswahl zwischen gefühlten 78 Orangensäften wo auch 4 (frisch aus der Kühltheke, pasteurisiert, jeweils 1x "normal" 1x Bio-Fairtrade) problemlos ausreichen würden.

Ähnlich ärgerlich: Ganz normale Milchprodukte werden durch diesen Bifidus Blödsinn ersetzt, nur um den Kunden für nachgewiesenermassen nicht vorhandenen Mehrwert mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.

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