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Offene Kühlregale und was die Migros bereits 2010 wusste...

Kategorie: Allgemein

bluekoala
bluekoalabearbeitet vor 3 Monaten
2010 schrieb die Migros in einer Pressemitteilung: "Kühlmöbel sind die grössten Stromverbraucher in Filialen. Sie machen bis zu 70 Prozent des Energieverbrauchs aus." Weiter: "Mit Glastüren lassen sich zwischen 20 und 50 Prozent Energie sparen."
Da denkt ich mir doch: Gut, sie haben es erkannt und werden sich bessern.
Leider nein...
2021 wurde die Migros-Filiale im Zürcher Hauptbahnhof erneuert. Und statt dass wir nun geschlossene Kühlregale vorfinden ist alles wie bisher: meterlange offene Kühlregale.
Nebst der Kälte, die hier entweicht, werden die Wände der offenen Kühler mit Heizspiralen aufgewärmt, damit sich kein Eis bildet.
Migros erklärt, die Umstellung sei im Gange. (Saldo 16/2022)

Warum wird dann die Erkenntnis von 2010 bei Erneuerungen in 2021 nicht umgesetzt? Warum wurde die Erkenntnis nicht bereits seit 2010 fortlaufend umgesetzt?

Vergleich: Rewe in Deutschland hat bereits vor mehreren Jahren ihre Filialen standardmässig und flächendecken mit geschlossenen Kührregalen ausgerüstet. Ohne Umsatzeinbussen. (Saldo 16/2022)

Ich bin enttäuscht. Bereits vor 40 Jahren habe ich mich gefragt, was die offenen Kühlregale sollen. Habe ich doch zu Hause von klein an gelernt, dass viel Energie verloren geht, wenn die Kühlschranktür nicht rasch geschlossen wird.

Warum macht die Migros das nicht?
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1 Antwort

Letzte Aktivität vor 3 Monaten
M-Infoline
moderator
M-Infolinevor 3 Monaten
Hallo bluekoala, vielen Dank für dein ausführliches Schreiben. Wir schätzen es, dass du deine Gedanken mit uns teilst und uns auf mögliche Verbesserungen hinweist. Wir verstehen deine Bedenken und weshalb du dir Optimierungen wünschst. Auch wir möchten unseren Teil zum Energiesparen beitragen und haben diesbezüglich bereits zahlreiche Massnahmen eingeleitet. Zu Letzteren gehört unter anderem das Anbringen von Glastüren an Kühlgeräten oder -regalen. Dabei gilt es aber unterschiedlichen Punkten, wie der Frequentation, Beachtung zu schenken. An sehr stark besuchten Standorten, wie zum Beispiel dem Hauptbahnhof in Zürich, hat sich basierend auf unseren Erfahrungen gezeigt, dass solche Vorrichtungen nicht sinnvoll sind. Das kontinuierliche Öffnen und Schliessen würde zu einer vermehrten Warmluftzufuhr im Inneren der Kühler führen. Dies ist nicht zielführend. Gewinnbringende Vorkehrungen beim Energiesparen umzusetzen, mag auf den ersten Blick einfach erscheinen. Jedoch ist die Thematik einiges komplexer als sie von aussen wirkt. Nichtsdestotrotz sind wir uns dessen bewusst, dass Potenziale bestehen. Deshalb haben wir in Zusammenarbeit mit dem nationalen Krisenstab die Arbeitsgruppe «Energie» ins Leben gerufen, um uns gemeinsam aussichtsreichen Konzepten zu widmen. Wir hoffen, unsere Bemühungen sind in deinem Sinn. Liebe Grüsse, Tabea
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