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MSC-Label

Kategorie: Allgemein
KarlESch
KarlESchvor 3 Jahren
Wie stellt sich die Migros zur sehr kritischen Sendung über die Missstände beim MSC-Label? Kann man die Fische nun wirklich nicht mehr reinen Gewissens kaufen?
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Letzte Aktivität vor 2 Jahren
Nachtspalter
Nachtspalterbearbeitet vor 3 Jahren
@KarlESch

Wenn Du schon eine Stellungnahme von der Migros zu einer Sendung verlangst, solltest Du die betreffende Sendung wenigstens benennen:

Name der Sendung?
Sender?
Datum der Ausstrahlung?
evtl. Link zur Sendung in der Mediathek

Wie sonst soll irgendjemand wissen, welche Sendung Du meinst?!
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KarlESch
KarlESchvor 3 Jahren
Nachtspalter, du hast recht. Der Link zur SRF-Sendung ist
https://www.srf.ch/sendungen/dok/das-geschaeft-mit-dem-fischsiegel-msc
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Bodenseeknusperli
Bodenseeknusperlivor 3 Jahren
Ein leider himmeltrauriges Thema und noch bedauerlicher dass es schon vor einem Jahr öffebtlich wurde. Und sich seither nichts getan hat.

Aber der eine Satz stimmt eben schon: kaum steht da MSC drauf stellen die Leute keine Fragen mehr...

https://www.sueddeutsche.de/medien/tv-dokumentation-die-dunkle-seite-des-oekosiegels-msc-1.3954752
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Nachtspalter
Nachtspaltervor 3 Jahren
@Bodenseeknusperli

Ja, natürlich: Seit nunmehr Jahrzehnten erzählt man uns allen nun, dass man, sobald irgend so ein Label auf einer Packung prant, man keine Fragen mehr stellen muss, weil doch diese Labels dafür garantieren, dass alles in schönster Ordnung abläuft und bei FSC sogar das Holz glücklich heranwächst.
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Kathrin_Migros
moderator
Kathrin_Migrosvor 3 Jahren
Hallo miteinander





Besten Dank für eure Nachrichten. Gerne teile ich euch die Antwort unserer Fachexper*innen mit:



Wir stützen unsere Auswahl auf die Einschätzungen des WWF, der alle unsere Produkte entweder als „akzeptabel“ oder „empfehlenswert“ einstuft. Der WWF nimmt bei jedem Produkt unabhängige Bewertungen vor. Von denen im Film kritisieren Fischereien bezieht die Migros ausdrücklich keine Produkte.






Lieber Gruss



Kathrin
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KarlESch
KarlESchvor 3 Jahren
Hallo Kathrin,
Dann könnte ja die Migros auf das MSC verzichten und dafür die WWF-Bewertungen auf die Verpackung aufdrucken. Das gleiche gälte auch für die Werbung.
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a-jakob
a-jakobvor 3 Jahren
Sehr geehrte Kathrin
etwas spät meine Reaktion, aber bis ich alter Mann herausgefunden habe, ob und wie das Thema MSC bei Migros eingebracht werden kann bzw. aufgenommen wird, habe ich grade etwas herumgesucht. Doch nun:
Leider kann die Antwort Ihrer Fachexpert*innen nicht befriedigen. Die M darf doch nicht mit einem Label kooperieren (oder sich mit ihm schmücken), dem vorgeworfen wird, von kriminellen Machenschaften korrumpiert zu sein - bzw. bei dem die verantwortliche Labelorganisation jede kritische Untersuchung unterdrückt. Der Zweck eines Label für mich als Konsument ist ja vertrauen zu können, nein sicher zu sein, dass ein Produkt korrekt ist (und ich z.B. deshalb einen höheren Preis bezahle oder das Produkt nicht boykottiere. Doch mit der untenstehenden Antwort sieht mal einmal mehr, wie wenig Labels für den wirklich Zweck taugen, dafür funktionieren sie wahrscheinlich bestens im Marketing. Es ist frustrierend, dass die M im Krisenfall einfach Verantwortung abschiebt (z.B. auf den WWF). Ich bittedie M-Fachexpert*innen - gedeckt von der M - öffentlich und unmissverständlich von der MSC zu fordern, dass die Vorwürfe von Dritten geprüft werden - und den Verkauf der MSC Produkte so lange einzustellen. Und: tun Sie sich mit Coop, Aldi und Konsorten zusammen!
Zudem: Wer steht beim WWF hin? Würde der WWF Ihre Antwort in der Öffentlichkeit so bestätigen? Ich würde es begrüssen, wenn M Ihren Kampf für wahrhaftige Labels in eine riesige Kampagne in breitester Öffentlichkeit machen würde (wegen dieser Erwartung bleibe ich auch bis heute der M treu.) Sie würden so noch viel mehr Kund*innen gewinnen.
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Sebastian_Migros
moderator
Sebastian_Migrosvor 3 Jahren
Hallo @a-jakob

Auch meine Rückmeldung ist etwas spät. Ich hoffe du verzeihst mir. Nun gut:

Die MSC-Labelorganisation nimmt ausführlich Stellung zum betreffenden Film, die Informationen dazu hier:
https://www.msc.org/de/presse/stellungnahmen/das-geschaeft-mit-dem-fischsiegel

Zu den drei zentralen Themen des Films – Shark Finning, Delfinbeifang, Bestechung von Fischereibeobachtern – nehmen wir wie folgt Stellung:

• Sämtliche Haifisch- und Shark-Finning-Aufnahmen im Film stammen von nicht MSC-zertifizierten Fischereien. Die spanische Fischerei, die des Shark Finnings bezichtigt wird, hat das MSC-Bewertungsverfahren abgebrochen, nachdem der MSC und verschiedene NGOs Einspruch gegen den ersten Gutachterbericht erhoben hatten. Die Fischerei ist nicht und war nie MSC-zertifiziert. Ungeachtet dieser Tatsache sind auch die Filmaufnahmen, die das Shark Finning der Fischerei belegen sollen, zusammenhangslos aus dem Internet heruntergeladen und bereits älter als der MSC selbst.

• Auch die Filmaufnahmen, die den Delfinbeifang der MSC-zertifizierten mexikanischen Thunfisch-Fischerei illustrieren sollen, sind über 30 Jahre alt und repräsentieren nicht die Fischerei in ihrer heutigen Form. Seit den 1980er Jahren, dem Zeitpunkt der Archiv-Filmaufnahmen, hat die Fischerei die Delfinsterblichkeit um mehr als 99 Prozent gesenkt. Sie trägt zu Recht das Nachhaltigkeitssiegel des MSC.

• Dem im Film erhobenen Vorwurf der Bestechung der Fischereibeobachter der mexikanischen Thunfisch-Fischerei sind die für die Fischereizertifizierung zuständigen unabhängigen Gutachter von SCS Global Services im November 2018 nochmals nachgegangen. Ihre Befragung von Fischereibeobachtern in Mexiko hat jedoch keine Hinweise auf Verfälschung der an Bord gesammelten Beifangdaten, etwa durch Bestechung, ergeben.

Ich hoffe das konnte nun ein bisschen Licht ins Dunkel bringen.

Beste Grüsse
Sebastian

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a-jakob
a-jakobvor 3 Jahren
Sehr geehrte Kathrin
etwas spät meine Reaktion, aber bis ich alter Mann herausgefunden habe, ob und wie das Thema MSC bei Migros eingebracht werden kann bzw. aufgenommen wird, habe ich grade etwas herumgesucht. Doch nun:
Leider kann die Antwort Ihrer Fachexpert*innen nicht befriedigen. Die M darf doch nicht mit einem Label kooperieren (oder sich mit ihm schmücken), dem vorgeworfen wird, von kriminellen Machenschaften korrumpiert zu sein - bzw. bei dem die verantwortliche Labelorganisation jede kritische Untersuchung unterdrückt. Der Zweck eines Label für mich als Konsument ist ja vertrauen zu können, nein sicher zu sein, dass ein Produkt korrekt ist (und ich z.B. deshalb einen höheren Preis bezahle oder das Produkt nicht boykottiere. Doch mit der untenstehenden Antwort sieht mal einmal mehr, wie wenig Labels für den wirklich Zweck taugen, dafür funktionieren sie wahrscheinlich bestens im Marketing. Es ist frustrierend, dass die M im Krisenfall einfach Verantwortung abschiebt (z.B. auf den WWF). Ich bittedie M-Fachexpert*innen - gedeckt von der M - öffentlich und unmissverständlich von der MSC zu fordern, dass die Vorwürfe von Dritten geprüft werden - und den Verkauf der MSC Produkte so lange einzustellen. Und: tun Sie sich mit Coop, Aldi und Konsorten zusammen!
Zudem: Wer steht beim WWF hin? Würde der WWF Ihre Antwort in der Öffentlichkeit so bestätigen? Ich würde es begrüssen, wenn M Ihren Kampf für wahrhaftige Labels in eine riesige Kampagne in breitester Öffentlichkeit machen würde (wegen dieser Erwartung bleibe ich auch bis heute der M treu.) Sie würden so noch viel mehr Kund*innen gewinnen.
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a-jakob
a-jakobvor 2 Jahren
Guten Abend Sebastian_Migros
Meine Rück-Rückantwort hat nun noch die grössere Verspätung, aber ich will sie doch noch abschicken. Aufgrund Deiner Hinweise wurde wieder einmal deutlich, dass es jeweils alle Seiten zu hören (und zu lesen) gilt.... Im Wissen, dass ich die Stellungnahme der msc.org auch einfach erst einmal "glauben" muss und den Faktencheck nicht selber durchführen kann, bin ich erst mal froh, dass MSC selber detailliert informiert - d.h. wenn man überprüfen will, ob der Labelgeber betrügt, kann man das. Zum andern möchte ich - eben halt leider verspätet - für die Antwort danken. Ich bin froh, wenn Migipedia bzw. die ganze Migros das ernst nimmt.
Freundliche Grüsse, a-jakob

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Sebastian_Migros
moderator
Sebastian_Migrosvor 3 Jahren
Hallo @a-jakob

Auch meine Rückmeldung ist etwas spät. Ich hoffe du verzeihst mir. Nun gut:

Die MSC-Labelorganisation nimmt ausführlich Stellung zum betreffenden Film, die Informationen dazu hier:
https://www.msc.org/de/presse/stellungnahmen/das-geschaeft-mit-dem-fischsiegel

Zu den drei zentralen Themen des Films – Shark Finning, Delfinbeifang, Bestechung von Fischereibeobachtern – nehmen wir wie folgt Stellung:

• Sämtliche Haifisch- und Shark-Finning-Aufnahmen im Film stammen von nicht MSC-zertifizierten Fischereien. Die spanische Fischerei, die des Shark Finnings bezichtigt wird, hat das MSC-Bewertungsverfahren abgebrochen, nachdem der MSC und verschiedene NGOs Einspruch gegen den ersten Gutachterbericht erhoben hatten. Die Fischerei ist nicht und war nie MSC-zertifiziert. Ungeachtet dieser Tatsache sind auch die Filmaufnahmen, die das Shark Finning der Fischerei belegen sollen, zusammenhangslos aus dem Internet heruntergeladen und bereits älter als der MSC selbst.

• Auch die Filmaufnahmen, die den Delfinbeifang der MSC-zertifizierten mexikanischen Thunfisch-Fischerei illustrieren sollen, sind über 30 Jahre alt und repräsentieren nicht die Fischerei in ihrer heutigen Form. Seit den 1980er Jahren, dem Zeitpunkt der Archiv-Filmaufnahmen, hat die Fischerei die Delfinsterblichkeit um mehr als 99 Prozent gesenkt. Sie trägt zu Recht das Nachhaltigkeitssiegel des MSC.

• Dem im Film erhobenen Vorwurf der Bestechung der Fischereibeobachter der mexikanischen Thunfisch-Fischerei sind die für die Fischereizertifizierung zuständigen unabhängigen Gutachter von SCS Global Services im November 2018 nochmals nachgegangen. Ihre Befragung von Fischereibeobachtern in Mexiko hat jedoch keine Hinweise auf Verfälschung der an Bord gesammelten Beifangdaten, etwa durch Bestechung, ergeben.

Ich hoffe das konnte nun ein bisschen Licht ins Dunkel bringen.

Beste Grüsse
Sebastian

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