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Kein Palmöl mehr aus Indonesien

Kategorie: Allgemein

Dänu76
Dänu76vor 5 Monaten
Das Freihandelsabkommen mit dem Regime von Indonesien hat wohl nichts genützt, sie werden vorläufig kein Palmöl mehr exportieren.
Wäre das nicht ein sinnvoller Zeitpunkt, endlich wieder auf sinnvollere und vorallem ökologischere Alternativen zu setzen?
Und bitte nicht wieder mit der Ausrede kommen, Palmöl lasse sich nicht ersetzen, früher gings auch ohne!
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Letzte Aktivität vor 4 Monaten
Bodenseeknusperli
Bodenseeknusperlivor 5 Monaten
Hätt Migros Jahre früher angefangen Alternativrezepte herauszutüfteln, wär es bis heute durch verbesserungen zu einem unbemerkten ersatz gekommen. Andere Firmen andere Herstellen schafften das auch, nun ist man unter Zeitdruck also gezwungen. Tja.

Die armen Kunden die nun wegen dem fehlen vom Palmöl "geschmack und sensorik" so verstört sein werden, weil das Guezli wider Butter drin hat und man das garnichtmehr kennt.
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Dänu76
Dänu76vor 5 Monaten
Genau, dazu kommt noch, dass Indonesien fleissig weiter Regenwald abholzt, ich las im Internet, dass Indonesien anscheinend mehr abholzt, als Brasilien. Nachdem auf Sumatra und Borneo schon enorm viel Regenwald verschwunden ist, beginnt die Industrie nun auch noch auf Papua immer mehr Primärwald zu zerstören. In 20 Jahren haben die Indonesen die Palmölproduktion versiebenfacht, weitere 200‘000 km2 sollen in Plantagen umgewandelt werden. Das entspricht der Fläche von etwa 5x der Schweiz oder der noch vorhandenen Primärwälder in Indonesien.
Aber schon klar, hat ja alles ein Nachhaltigkeitslabel, also nicht so schlimm.

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Bodenseeknusperli
Bodenseeknusperlivor 5 Monaten
Hätt Migros Jahre früher angefangen Alternativrezepte herauszutüfteln, wär es bis heute durch verbesserungen zu einem unbemerkten ersatz gekommen. Andere Firmen andere Herstellen schafften das auch, nun ist man unter Zeitdruck also gezwungen. Tja.

Die armen Kunden die nun wegen dem fehlen vom Palmöl "geschmack und sensorik" so verstört sein werden, weil das Guezli wider Butter drin hat und man das garnichtmehr kennt.
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missy_89
missy_89vor 5 Monaten
Ich sage hierzu nur "Apfel Farmer"...

Bis heute hat es die Migros nicht hingebracht, dass der Riegel wieder essbar ist. Und ich wage zu bezweifeln, dass dies nur an der Umstellung des Palmöls liegt.

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Bodenseeknusperli
Bodenseeknusperlivor 5 Monaten
Hätt Migros Jahre früher angefangen Alternativrezepte herauszutüfteln, wär es bis heute durch verbesserungen zu einem unbemerkten ersatz gekommen. Andere Firmen andere Herstellen schafften das auch, nun ist man unter Zeitdruck also gezwungen. Tja.

Die armen Kunden die nun wegen dem fehlen vom Palmöl "geschmack und sensorik" so verstört sein werden, weil das Guezli wider Butter drin hat und man das garnichtmehr kennt.
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M-Infoline
moderator
M-Infolinevor 5 Monaten
Hallo Dänu76, vielen Dank für deine Nachricht. Die Migros bezieht kein rohes Palmöl oder Palmkernöl aus Indonesien zur Produktion in der Industrie. Wie aus der Importstatistik (https://www.reservesuisse.ch/datengrundlage oder https://www.gate.ezv.admin.ch/swissimpex/public/bereiche/waren/query.xhtml) hervorgeht, gilt dies seit November 2020 für alle Akteure des Palmölnetzwerks Schweiz, von dem Migros Mitglied ist. Der Grund dafür ist, dass die Importeure von Palmöl in die Schweiz auf langjährige Lieferantenbeziehungen setzen und ihr Engagement im Ursprung stabil ist. Auf der Webseite des Palmölnetzwerks (https://palmoelnetzwerk.ch/engagement) Schweiz können die Herkünfte und Mengen für die gesamten Importe in die Schweiz eingesehen werden. Der Exportstopp seitens Indonesien, mit dem Ziel, die Nahrungsmittelinflation im Land zu bekämpfen, gilt ab dem 28.4.2022 bis auf Weiteres. Selbstverständlich wird dies Auswirkungen auf die globalen Supply Chains haben. Die physischen Auswirkungen sind jedoch erst in den kommenden Wochen zumindest teilweise abschätzbar. Das Beispiel Sonnenblumenöl zeigt aber, wie vernetzt die Supply Chains sind. Das bedeutet, auch wenn man nicht direkt von einer bestimmten Provenienz sourct, kann das Einfluss auf die eigene Supply Chain haben, wenn die ausfallende Provenienz einen erheblichen Anteil am Weltmarkt hat. Welches Land welche Exportrestriktionen zur Bekämpfung der Preisinflation ergreifen wird, können wir nicht prognostizieren, das entzieht sich unserer Kenntnis. Aber dass mit solchen Exportstopps im Bereich der Pflanzenöle in der jetzigen Situation jederzeit zu rechnen ist, haben die Ölwerke dem Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung im Rahmen der periodischen Lagebeurteilung kommuniziert. Des Weiteren stellt Palmöl in Indonesien eine wichtige Ernährungsgrundlage dar. Der grösste Anteil bleibt im Land. Deshalb ist es für die Schweiz und Westeuropa im Allgemeinen wichtig mit ‘best practice’-Beispielen voranzugehen und mit Standards und hohen Nachhaltigkeitsanforderungen Anreize schaffen, ökologisch zu wirtschaften. Natürlich prüft auch die Migros regelmässig die Rezepturen ihrer Produkte und passt sie dort an, wo es möglich ist und Sinn macht. So hat die eigene Migros Industrie schon bei einer Vielzahl von Artikeln in den letzten Jahren Palmöl ersetzt. Neue Produkte, bei welchen wir auf Palmöl verzichten, kommen stets hinzu. Es ist allerdings auch wichtig, die andere Seite zu berücksichtigen: Palmöl ist 5 bis 10 Mal produktiver als beispielsweise Raps- oder Kokosöl. Das heisst, für den Anbau benötigt man entsprechend mehr Fläche. Das Ausweichen auf andere Öle ist deshalb keine nachhaltige Lösung. Wissenschaftliche Studien der ETH und des WWF bestätigen, dass die Substitution von Palmöl die Umwelt nicht schützt, sondern die Verbesserung des Anbaus, der Standards und Kontrollen. So berücksichtigt die Migros also beide Wege – den Verzicht und Substitution wo sinnvoll und machbar, wie auch die Sicherstellung und das Engagement für den Einsatz von nachhaltig angebautem Palmöl – als den gangbaren Weg bei dieser Thematik. Ich hoffe, diese Informationen helfen dir weiter. Liebe Grüsse, Matteo
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Finn90
Finn90vor 5 Monaten
Umdenken ist wahrscheinlich bei vielen Herstellern gerade das Thema Nummer eins. Wer jetzt umdenkt, wird die Ergebnisse wohl erst in zwei Jahren spüren und dann ist wieder alles anders. Geht doch nur ums Geld.
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Dänu76
Dänu76vor 5 Monaten
Ach Matteo, diese Links kann ich nicht ernst nehmen, dass ist, wie wenn ich die Tabakindustrie fragen würde, wie schädlich das Rauchen ist!
Aber könntest Du mir eine Quelle für Deine Behauptung nennen, dass der grösste Teil vom Palmfett/-öl bisher in Indonesien blieb?

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M-Infoline
moderator
M-Infolinevor 5 Monaten
Hallo Dänu76, vielen Dank für deine Nachricht. Die Migros bezieht kein rohes Palmöl oder Palmkernöl aus Indonesien zur Produktion in der Industrie. Wie aus der Importstatistik (https://www.reservesuisse.ch/datengrundlage oder https://www.gate.ezv.admin.ch/swissimpex/public/bereiche/waren/query.xhtml) hervorgeht, gilt dies seit November 2020 für alle Akteure des Palmölnetzwerks Schweiz, von dem Migros Mitglied ist. Der Grund dafür ist, dass die Importeure von Palmöl in die Schweiz auf langjährige Lieferantenbeziehungen setzen und ihr Engagement im Ursprung stabil ist. Auf der Webseite des Palmölnetzwerks (https://palmoelnetzwerk.ch/engagement) Schweiz können die Herkünfte und Mengen für die gesamten Importe in die Schweiz eingesehen werden. Der Exportstopp seitens Indonesien, mit dem Ziel, die Nahrungsmittelinflation im Land zu bekämpfen, gilt ab dem 28.4.2022 bis auf Weiteres. Selbstverständlich wird dies Auswirkungen auf die globalen Supply Chains haben. Die physischen Auswirkungen sind jedoch erst in den kommenden Wochen zumindest teilweise abschätzbar. Das Beispiel Sonnenblumenöl zeigt aber, wie vernetzt die Supply Chains sind. Das bedeutet, auch wenn man nicht direkt von einer bestimmten Provenienz sourct, kann das Einfluss auf die eigene Supply Chain haben, wenn die ausfallende Provenienz einen erheblichen Anteil am Weltmarkt hat. Welches Land welche Exportrestriktionen zur Bekämpfung der Preisinflation ergreifen wird, können wir nicht prognostizieren, das entzieht sich unserer Kenntnis. Aber dass mit solchen Exportstopps im Bereich der Pflanzenöle in der jetzigen Situation jederzeit zu rechnen ist, haben die Ölwerke dem Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung im Rahmen der periodischen Lagebeurteilung kommuniziert. Des Weiteren stellt Palmöl in Indonesien eine wichtige Ernährungsgrundlage dar. Der grösste Anteil bleibt im Land. Deshalb ist es für die Schweiz und Westeuropa im Allgemeinen wichtig mit ‘best practice’-Beispielen voranzugehen und mit Standards und hohen Nachhaltigkeitsanforderungen Anreize schaffen, ökologisch zu wirtschaften. Natürlich prüft auch die Migros regelmässig die Rezepturen ihrer Produkte und passt sie dort an, wo es möglich ist und Sinn macht. So hat die eigene Migros Industrie schon bei einer Vielzahl von Artikeln in den letzten Jahren Palmöl ersetzt. Neue Produkte, bei welchen wir auf Palmöl verzichten, kommen stets hinzu. Es ist allerdings auch wichtig, die andere Seite zu berücksichtigen: Palmöl ist 5 bis 10 Mal produktiver als beispielsweise Raps- oder Kokosöl. Das heisst, für den Anbau benötigt man entsprechend mehr Fläche. Das Ausweichen auf andere Öle ist deshalb keine nachhaltige Lösung. Wissenschaftliche Studien der ETH und des WWF bestätigen, dass die Substitution von Palmöl die Umwelt nicht schützt, sondern die Verbesserung des Anbaus, der Standards und Kontrollen. So berücksichtigt die Migros also beide Wege – den Verzicht und Substitution wo sinnvoll und machbar, wie auch die Sicherstellung und das Engagement für den Einsatz von nachhaltig angebautem Palmöl – als den gangbaren Weg bei dieser Thematik. Ich hoffe, diese Informationen helfen dir weiter. Liebe Grüsse, Matteo
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M-Infoline
moderator
M-Infolinevor 4 Monaten
Hallo Dänu, ich habe erneut die Fachstelle kontaktiert und gebe dir gerne weiter, was sie dazu meint:

Wir als Migros haben kein Interesse am Absatz von Produkten mit Palm, wie die Tabakindustrie an Rauchern. Wir möchten die Produkte anbieten, welche die Kundschaft wünscht und dabei unsere Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt wahrnehmen.

Indonesien ist zwar das grösste Produktionsland aber auch der größte Absatzmarkt von Palmöl. Dies geht zum Beispiel aus folgendem Artikel aus Finanz und Wirtschaft hervor: Finanz und Wirtschaft, 08.12.2020 -Palmöl trotzt seinem Imageproblem: https://www.fuw.ch/article/palmoel-trotzt-seinem-imageproblem/ (Abbildungen unten). Wenn man sich eingehend mit Palmöl beschäftigt, stellt man fest das ist keine einfache Lösung gibt. Aktuell steigen die Importmengen nach Indien, China und weiteren Schwellenländern, wo kaum Nachhaltigkeitsanforderungen gestellt werden, während die Absatzmengen nach Europa sinken. Somit sinken auch die Anreize für eine ökologischere Produktion ohne Abholzung und mit würdigen Arbeitsbedingungen für lokale Gemeinschaften. Wir sehen also unsere Wirkungen stärker, wenn wir uns konsequent für die Nachhaltigkeit des bezogenen Palmöls, als nur für seine Substitution einsetzen. Liebe Grüsse, Mia

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Dänu76
Dänu76vor 5 Monaten
Ach Matteo, diese Links kann ich nicht ernst nehmen, dass ist, wie wenn ich die Tabakindustrie fragen würde, wie schädlich das Rauchen ist!
Aber könntest Du mir eine Quelle für Deine Behauptung nennen, dass der grösste Teil vom Palmfett/-öl bisher in Indonesien blieb?
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Dänu76
Dänu76vor 4 Monaten
Danke für die Ausführungen, Mia, für mich ist das einseitige Propaganda erster Güte, die Migros darf sich aus vertraglichen Gründen gar nicht differenziert äussern und kann somit nichts Substanzielles zur Diskussion beifügen! Wenn Du Dich mal bei wirklich unabhängigen Quellen informierst, wirst Du schnell mal zum Schluss kommen, dass nachhaltiges Palmöl/-fett gar nicht produzierbar ist!

Aber eigentlich war meine Frage die nach der Quelle für eine Behauptung von Matteo, kommt diese noch oder wollt Ihr die Behauptung revidieren?

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M-Infoline
moderator
M-Infolinevor 4 Monaten
Hallo Dänu, ich habe erneut die Fachstelle kontaktiert und gebe dir gerne weiter, was sie dazu meint:

Wir als Migros haben kein Interesse am Absatz von Produkten mit Palm, wie die Tabakindustrie an Rauchern. Wir möchten die Produkte anbieten, welche die Kundschaft wünscht und dabei unsere Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt wahrnehmen.

Indonesien ist zwar das grösste Produktionsland aber auch der größte Absatzmarkt von Palmöl. Dies geht zum Beispiel aus folgendem Artikel aus Finanz und Wirtschaft hervor: Finanz und Wirtschaft, 08.12.2020 -Palmöl trotzt seinem Imageproblem: https://www.fuw.ch/article/palmoel-trotzt-seinem-imageproblem/ (Abbildungen unten). Wenn man sich eingehend mit Palmöl beschäftigt, stellt man fest das ist keine einfache Lösung gibt. Aktuell steigen die Importmengen nach Indien, China und weiteren Schwellenländern, wo kaum Nachhaltigkeitsanforderungen gestellt werden, während die Absatzmengen nach Europa sinken. Somit sinken auch die Anreize für eine ökologischere Produktion ohne Abholzung und mit würdigen Arbeitsbedingungen für lokale Gemeinschaften. Wir sehen also unsere Wirkungen stärker, wenn wir uns konsequent für die Nachhaltigkeit des bezogenen Palmöls, als nur für seine Substitution einsetzen. Liebe Grüsse, Mia
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