Verschimmelte Tiramisu-Schnitten in der Auslage! | Migros Migipedia
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Verschimmelte Tiramisu-Schnitten in der Auslage!

Verschimmelte Tiramisu-Schnitten in der Auslage!

Federwolke
Federwolkevor 5 Jahren
Heute Nachmittag (29.09.2016) hat es mich echt geschaudert und noch mehr habe ich mich über die Reaktion des Personals gewundert. Auf der Suche nach einem Dessert habe ich mir eine Schachtel Tiramisu-Schnitten aus dem Kühlregal im Westside geschnappt. Zum Glück schaue ich genau hin, denn auf der einen Schnitte war inmitten des Kakaopuders eine helle Stelle von etwa 3 mm Durchmesser zu sehen - es entpuppte sich als Schimmel. Ich nahm die nächste Schachtel und dort war es noch viel schlimmer, die Oberfläche beider Schnitten war voll von diesen punktförmigen Schimmelwucherungen. Ich brachte diese beiden Schachteln mit Verkaufsdatum 01.10. und Verbrauchsdatum 02.10.2016 einer Mitarbeiterin, die soeben dabei war, die Brotregale zu ordnen. Auf meine Aufforderung, sie solle sich das mal genauer anschauen, legte sie die Schachteln zur Seite, sagte Danke und schob weiter Brote zusammen. Ich bemerkte noch, im Kühlregal seien noch mehr Tiramisu-Schnitten dieser Charge, mir sei jedoch der Appetit vergangen, da meinte sie nur sie würde es weitermelden - und schob weiter Brote zusammen. Ich ging zurück zur Patisserie-Auslage und sah zufällig den Chef der Hausbäckerei, den ich über das Problem informierte. Dieser meinte nur: Das wurde nicht hier produziert, das käme aus der Fabrik. Auf meine Bedenken, dass mit der Charge etwas nicht stimmen könne, wenn sie bereits drei Tage vor dem Ablaufdatum zu schimmeln beginne, meinte er nur das sei wirklich nicht gut und wiederholte, diese Schnitten würden nicht in der Hausbäckerei produziert. Dann plauderte er weiter mit einem ihm offenbar bekannten Kundenehepaar. Niemand machte auch nur Anstalten, sich der Problematik anzunehmen und die noch im Regal vorhandenen Tiramisu-Schnitten zu kontrollieren. Soll dies etwa die Aufgabe der Kunden sein? Ist das der Qualitätsanspruch der Migros? Ich sage danke schön und das war's für mich mit dem Westside nach den wiederholten Unstimmigkeiten dort. Das soll eine Vorzeigefiliale sein? Ihr solltet euch sowas von schämen!

8 Antworten

Letzte Aktivität vor 5 Jahren
  • moz79
    moz79vor 5 Jahren
    Sehr verwunderlich. In "meinem" Migros in Zollikofen wird sich immer nett bedankt und gleich gehandelt. Wobei ich so einen Fall noch nie hatte.
  • Daniel_Migros
    moderator
    Daniel_Migrosvor 5 Jahren
    Hallo Federwolke.


    Danke für deine Ausführliche Rückmeldung. Wir werden sie mit den Verantwortlichen des Westside besprechen und uns wieder bei dir melden.



    Beste Grüsse und ein super Wochenende bis dahin,



    Daniel
  • Federwolke
    Federwolkebearbeitet vor 5 Jahren
    Nett bedankt wurde ja. Von der Mitarbeiterin der untersten Lohnklasse kann man wahrscheinlich nicht erwarten, dass sie die potenzielle Gesundheitsgefährdung erkennt und sofort handelt. Wenn die den Auftrag erhalten hat, Brote zusammenzuschieben, dann schiebt sie eben Brote zusammen, egal was kommt. Vom Chef der Hauskonditorei hätte ich aber schon etwas anderes erwartet als Schulterzucken.

    Die Geschichte geht aber noch weiter. Weil ich angesichts der schimmeligen Tiramisu-Schnitten "aus der Fabrik" die Qualität der Ware generell angezweifelt hatte, wurden mir vom Chef die in Aktion befindlichen Vermicelles-Produkte empfohlen. Die seien nämlich aus seiner Hauskonditorei. Ich fragte extra noch nach, dann zeigte er mir alle mit dem Hauskonditorei-Kleber versehenen Patisserien. Ich entschied mich für eine Marroni-Schnitte, denn die sah gut aus. Nun, nachdem ich einen Tag später die beiden Schnitten verputzt hatte (eine Offenbarung waren sie nicht, aber ganz OK), konnte ich dann auch die Schachtel umkehren und lesen, was auf dem Boden stand: Ein Ettikett von der Jowa Volketswil. Auch diese Ware kam also aus der Fabrik, obwohl oben auf dem Deckel das goldene Hauskonditorei-Kleberchen angebracht war. Und natürlich Palmöl-verseucht, das kommt noch hinzu. Noch mehr Kunden-Verarschung geht wirklich nicht mehr. Aber dass sie im Westside Probleme mit dem Kleberchen-Verteilen haben, ist ja nicht neu...
  • moz79
    moz79vor 5 Jahren
    Hallo Federwolke

    Sowohl die Jowa Volketswil als auch die in Zollikofen gehören der Migros. Mein Daddy arbeitet dort. Heutzutage ist darunter wohl die Hausbäckerei der Migros zu verstehen. Ein Migros wo noch ein Bäcker von Hand Teig knetet und danach vor Ort bäckt gibt es nicht.

    Ich selbst arbeite in der Maschinenindustrie; wir stellen Bäckerei-Maschinen her. Sowohl für kleine Bäckereien als auch für die Industrie.

    Klar, das entschuldigt nicht den Schimmel und das Desinteresse. Und ich nerve mich auch ab dem Palmöl.

    Generell hängst du leider alten Zeiten nach, was Bäckereien angeht. Einen Bäcker zu finden, der keine Zusätze benutzt ist nicht einfach.

    Der Seitenhieb auf die Kleinverdiener ist trotzdem unnötig. Ich gehöre auch dazu. Das wirkt sich weder auf meinen IQ noch auf meinen Arbeitsstolz aus.

    Ich wünsch dir noch ein schönes Wochenende

    Greez moz
  • Gast
    Gastvor 5 Jahren
    Hallo

    Es gibt Migros-Filialen, in welchen in Grossbäckereien der JOWA hergestellte Brote lediglich noch fertig aufgebacken werden.

    Es gibt aber auch Migros-Filialen, in deren Hausbäckereien tatsächlich der ganze Backvorgang von A bis Z durchgeführt wird.

    Die Hausbäckereien in den Migros-Filialen werden nicht von der jeweiligen Migros-Genossenschaft, sondernder JOWA betrieben, weshalb der JOWA-Kleber auf der Hausbäckerei-Verpackungseine Berechtigung hat.

    » Webseite JOWA mit Informationen zu den Hausbäckereien 100

    Beste Grüsse
    deactivated_user
  • Bodenseeknusperli
    Bodenseeknusperlivor 5 Jahren
    Wow Federwolke, "Von der Mitarbeiterin der untersten Lohnklasse kann man wahrscheinlich nicht erwarten, dass sie die potenzielle Gesundheitsgefährdung erkennt und sofort handelt." Was ist denn das für eine 'tschuldigung beschissene Aussage? Ebe jene "minderbemittelte" Arbeiterin stemmt ihre Schicht Tag für Tag und räumt für dich das Brot und die anderen Waren ein, es gibt da soetwas wie Zeitdruck und bei jenem Fräulein wahrscheinlich einfach generelles Desinteresse. Ich würde dich doch bitten, das "niedrige Arbeitervolk" zu jenem auch ich gehöre nicht so zu verunglimpfen.

    Aber zum Thema: ich kann dich verstehen und schüttel einfach den Kopf wenn ich höre man wird als Kunde nicht ernst genommen.

    PS: wenn du gutes Brot und Patisserie kaufen willst rate ich mal im Dorf in eine Bäckerei zu gehen, Qualität hat halt ihren Preis aber zumindest werde ich beim Namen begrüsst und man wünscht mir stets einen schönen Tag.
  • Federwolke
    Federwolkevor 5 Jahren
    Mal vorab: Mein (zum Glück nur zwischenzeitliches, in 4 Wochen geht es zurück in meine totalsanierte Stammwohnung) "Dorf" besteht aus mehreren 21-stöckigen Hochhäusern, jedes mit ungefähr 160 Wohneinheiten bestückt. Dorfbäckereien gibt es hier schon lange keine mehr, also macht mir bitte nicht den Vorwurf dass ich die Grossverteiler die an dieser Entwicklung mitbeteiligt waren, in die Verantwortung nehme.

    Bei allen, die sich auf den Schlips getreten fühlen: ein dickes Sorry! War nicht meine Absicht, die Kleinverdiener im generellen zu verunglimpfen. Als selbständig Erwerbende, die nicht vollständig über die Runden kommt, nehme ich selbst immer wieder solche Jobs an, um dazuzuverdienen. Leider ist meine Erfahrung die, dass wenn man in solchen Positionen mitdenkt und Initiative zeigt, auch nicht immer für voll genommen wird oder sich die "Fachkräfte" in ihrem Stolz gekränkt fühlen, wenn man etwas kritisch hinterfragt. Dass da die Motivation nachlässt, ist nachvollziehbar. Mit der Schilderung des Vorgangs wollte ich nur aufzeigen, wie es eben so läuft im Alltag. Das waren nun mal meine Eindrücke vor Ort und meine Schlussfolgerungen. Was die Verantwortlichen der Westside-Filiale daraus machen, ist ihr Ding. Mich haben sie dort auf jeden Fall gesehen...

    Und wenn mir der Chef der Hauskonditorei persönlich sagt, welche Produkte er selber herstellt, dann sollte ich ihm das als Kunde wohl glauben dürfen...
  • stecki
    steckivor 5 Jahren
    "Generell hängst du leider alten Zeiten nach, was Bäckereien angeht. Einen Bäcker zu finden, der keine Zusätze benutzt ist nicht einfach."

    Ach ja? Ich bin gelernter Bäcker-Konditor und habe sowohl in Kleinbäckereien und in der JOWA gearbeitet. In einer richtigen Kleinbäckerei werden eigentlich gar keine Zusatzstoffe verwendet. Kritisch wird es nur wenn die Bäckerei viele zugekaufte Halbfabrikate (Törtliböden, Mandelmasse, Mehlmischungen etc.) verwendet statt diese selber herzustellen. Dessert von der JOWA hat bei mir keine Chance mehr, das ist in der Regel ein Mix aus Zusatzstoffen und Palmöl.