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Plastik

gluecksatelier
gluecksateliervor 5 Jahren
Liebe Migi

In Sachen Verpackungsreduktion habt Ihr ja schon Einiges vorangetrieben. z.B. die Migros Einkaufstaschen anstelle der vielen Papiertüten find ich super. Es würde mich mal interessieren, wieviel Papiertaschen so eingespart werden...

Was mir noch Mühe macht sind die Schalenverpackungen ausPlastikz.B. bei den kleinen Kopfsalaten - muss das sein? Es gibt doch heute andere Materialien z.B. aus kompostierbarer Stärke die vielleicht neue Möglichkeiten bieten. Auch schade dass gerade das Bio-Gemüse immer vom Plastik umzingelt ist.


Für die offenen Produkte gibt es jadie dünnen Plastiksäcke. Wie wäre es diese zu reduzieren, indem Ihr, wiederverwendbare und waschbare Gemüsenetzeanbieten würdet. Dann könnte man sich solche Netze kaufen - ähnlich wie die Einkaufstaschen!

Herzliche Grüsse
Glücksatelier

21 Antworten

Letzte Aktivität vor 4 Jahren
Tabi_Migros
IF01234567
Wababubu
+ 3
Tanja_Migros
Tanja_Migrosvor 5 Jahren
Hallo gluecksatelier



Danke für deine Nachricht. Es freut uns, dass dir das Thema Verpackungen am Herzen liegt und du dir Gedanken dazu machst.




Wie du weisst, sind wir laufend dabei, Verpackungen zu optimieren. Deine Anregungen und konkreten Ideen zu diesem Thema gebe ich gerne an die verantwortlichen Personen weiter.




Unter folgenden Links findest du mehr Informationen zum Thema Verpackungen bei der Migros:


http://www.migros.ch/generation-m/de/labels-und-produkte/verpackungen.html

http://www.migros.ch/generation-m/de/nachhaltigkeit-bei-der-migros/unsere-versprechen/versprechen-filter/versprechen-umwelt/verpackungen.html



Liebe Grüsse

Tanja
IF01234567
IF01234567vor 5 Jahren
Verpackungen haben den grössten Anteil am Plastik-Verbrauch. Deshalb lohnt es sich gerade beim Einkaufen auf die Verpackung zu achten und Plastik zu vermeiden. Lies hier, mit welchen einfachen Tipps dir das gelingt.
Gast
Gastvor 5 Jahren
Hallo

Früher gab es hinter jeder Migroskasse kleine weisse und grössere braune gratis Papiertüten, die mit einem orangen „M“ und einigen grünen „M“ beduckt waren. Es ist schade dass es die nicht mehr gibt, die hielten viel aus, konnten mehrmals verwendet werden und kamen irgendwann zum Altpapier. Es erschliesst sich mir nicht, weswegen man die durch miserable Plastikbeutel die sofort reissen ersetzt wurden. Mit Nachhaltigkeit oder Kundenfreundlichkeit hat das jedenfalls nichts zu tun.

@ivan92
Die Ideen von deinem Link lassen doch sehr zu wünschen übrig. Es gibt nicht überall einen Wochenmarkt und wenn dann ist er in der Innenstadt, wo es oft schwer ist einen nahen Parkplatz zu finden. Zudem benutzen heute viele Markthändler eigene Plastikbeutel und wägen auch gleich damit ab. Man tauscht den einen Plastik gegen einen anderen, damit ist nichts erreicht.

Eingeschweisstes Obst und Gemüse vermeiden, stattdessen zur losen Ware greifen.
Die man dann trotzdem wieder in einen Plastikbeitel verpackt. :-) Oder wie kauft man fünf lose Äpfel oder ein Kilo Weintrauben?

Im Supermarkt Plastiktütchen zum Wiegen und Verpacken von Obst und Gemüse meiden stattdessen mitgebrachte Stoffbeutel verwenden.
Damit man das höhere Gewicht vom Stoffbeutel jedes mal entsprechend des Kilopreises der Ware mitbezahlt. Ausserdem klebt die Preisetikette vielleicht nicht am Stoffbeutel und die ob es die Kassiererin so akzeptiert ist auch fragwürdig.
Die Waagen im Supermarkt kann man oft nicht selbst tarieren. Korrekterweise müssten sie „Minus 1 Gramm“ anzeigen, damit der Plastikbeutel nicht mit abgerechnet wird, aber das ist nur ganz selten so.

Bei Getränken in Flaschen, lieber Mehrweg anstatt Einweg und lieber Glas als Plastik kaufen.
Die Leute kaufen Wasser und Getränke zumeist aus Affektiertheit, sie fühlen sich modern wenn jeder sieht dass sie spezielles Mineralwasser kaufen. Die Schlepperei nach Hause spielt da keine Rolle, wohl aber jene der schwereren gläsernen Mehrwegflaschen zurück ins Geschäft.
Schau mal auf das folgende Thema, es gibt sogar Leute denen es zu anstrengend ist einen Tee selber zu machen.
https://community.migros.ch/m/Forum-Migipedia/Ungezuckerter-unges%C3%BCsster-Ice-Tea/td-p/508351/jump-to/first-unread-message

Keine Kaffeekapseln kaufen, diese sind wirklich unnötig und eine kleine Umweltsünde.
Die Kapseln sind zwar klein, sind aber eine riesige Umweltsünde. 99% aller Kleinstverpackungen wären unnötig, sie werden nur aus Affektiertheit gekauft. Labile Menschen brauchen eben sichtbares und gekauftes Selbstbewusstsein.

Fleisch, Wurst und Käse kann man sich an der Theke im Supermarkt oder beim Fleischer in selbstgebrachte Behälter füllen lassen. Für die Einhaltung der EU-Hygieneverordnung ist es nur wichtig, dass das eigene Gefäss nicht HINTER die Theke gelangt.
Das ist in der Praxis genauso umständlich wie das obige Beispiel mit dem Stoffbeutel.
Die Kassierein würde den ihr fremden Behälter wohl öffnen, es könnte ja was anderes drin sein.

Keine Plastiktüten an der Kasse kaufen. Besser sind mitgebrachte Beutel aus Stoff oder Recyclingmaterial. Hat man diese vergessen, lieber Papiertüten kaufen.
Die Gratisbeutel der Migros sind eh wertlos weil sie viel zu schnell reissen. Es ist besser die Gratisbeutel vom Coop (mit Coop bedruckt) zu verwenden, die halten sehr viel mehr aus und können problemlos bis zu zehnmal benutzt werden. Zudem kann man einige davon ganz klein zusammenlegen und in die Hosentasche stecken.

Es gäbe schon lange biologisch abbaubare und sogar kompostierbare Verpackungen aus thermoplastischer Stärke. Die wir aus Mais, Weizen oder Kartoffeln gewonnen, findet aber oft nur Verwendung als Füll- oder Stopfmaterial beim Warenversand. Die hydrophilen Eigenschaften von thermoplastischer Stärke, werden aber oft nachteilig ausgelegt. Dabei wäre sie gerade deswegen sehr gut biologisch abzubauen.
Eine wasserundurchlässige Alternative wäre Cellulosehydrat oder Zellglas, auch bekannt unter dem Markennamen Cellophan. Das ist ein Kunststoff, der vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden und auch völlig transparent sein kann. Damit existieren also schon Bio-Plastikverpackungen die man nach Gebrauch zum Altpapier geben oder auch kompostieren könnte. Derartige Kunststoffe könnten dann von Tieren auch eher verdaut werden und wir liefen weniger Gefahr von Kunststoffnanopartikel in der Nahrungskette vergiftet zu werden.

Solche biologische Alternativen werden nur deswegen nicht angewendet, weil sie im Einkauf, mangels Nachfrage, geringfügig teurer sind und man die Verpackungsanlagen evtl. an das neue Material anpassen müsste. Das sind Aufwände, die ein Produkt wie einen massenhaft verkauften Salat letztendlich um zwei oder drei Rappen verteuern würde. Es gibt eine Vielzahl von Bio-Kunstsoffen, die mit ihren Eigenschaften den fossilen Kunststoffen in nichts nachstehen. Würde ein Grossverteiler wie die Migros darauf umstellen, könnten sich die Materialien eher etablieren, worauf sie dann bald günstiger wären als fossiler Plastik.

Dieser Vogel hätte hätte mit Bio-Plastik bestimmt länger gelebt. Letztendlich gab er sein Leben für den höheren Profit der Grosskonzerne, die es hätten verhindern können, dass das arme Tier an unserem Abfall elendig verendet.

Plastikmeer8.jpg

Es grüsst das gelbe Migi-Ferkel
IF01234567
IF01234567vor 5 Jahren
Meiner Erfahrung nach, ist es auf dem Wochenmarkt normal, seine Einkäufe ohne Plastik zu erhalten und eine mitgebrachte Tasche oder einen Korb zu verwenden.

Wenig oder gar kein Plastik verbrauchen dabei immer mehr der neuen Anbieter:

Regionale Vertragslandwirtschafts-Initiativen und andere Garten- und Gemüseprojekte: http://www.radiesli.org/links

Farmy, ein "Online-Hofladen" für regionale und biologische Produkte: https://www.farmy.ch

In der Migros Früchte und Gemüse ohne Verpackung zu wiegen und anschliessend auch gleich lose in den Einkaufskorb zu legen oder in eine selbst mitgebrachte Tasche, hat mir bis jetzt noch nie Probleme bereitet.
Alteshaus
Alteshausvor 5 Jahren
Ganz genau. Ich gehen nie aus dem Haus ohne verschiedene Beutel dabei zu haben. Ich bekomme in meinem Bio Laden zwei verschiedene Produkte von wiederverwendbaren Netzen. Die sind zwar aus Plastik, aber ich habe sie erst einmal gekauft und die halten mir seit Jahren und wasche sie immer wieder. Sie sind wie die Wäschenetze für heikle Wäschstücke, damit sie in der Waschmaschine nicht kaputt gehen. Die Etiketten vom Abwägen kleben nicht besonders gut darauf, ich lege sie deshalb in den Beutel hinein. Absolut kein Problem und es hat mich noch nie eine Kassiererin komisch angeschaut oder kritisiert. Im Gegenteil. Einige fragten mich, woher ich denn diese hätte und dass sie das gar nicht kennen würden und das eine tolle Sache sei. Auch macht das nicht mehr Gewicht aus und Stoffbeute habe ich auch dabei. DAs bisschen Gewicht macht es ncicht aus. Und in Bio Läden und auf Märkten hatte ich noch niemals Probleme die Ware einzeln vom Einkaufskörbli der Kassiererin zu geben und dann einzeln in meine Tasche einzupacken. Eben gerade auch wenn ich meine Beutel mal vergessen habe. Für heikle SAchen ist es auch kein Problem ein Glas oder ein Tupperwäre mitzunehmen. Wenn man will alles ganz einfach. Nur eine Gwöhnungssache. Es lebe das Ziel: möglichst Zero Waste!
Gast
Gastvor 5 Jahren
Hallo

Gute Idee so ein Wäschenetz zu benutzen. :-) Werde diese Variante für Nüsse, Kleinfrüchte, Trauben usw. übernehmen, herzlichen Dank. :-)
Bei einzelnen Früchten mit einer gewissen Grösse braucht man ja keinen Beutel.

Trotzdem liegt die Lösung des allgemeinen Plastikproblems darin, vermehrt Bio-Kunststoffe zu fördern, damit künftig auf fossile Kunststoffe völlig verzichtet werden kann. Das wäre drum heute bereits möglich, denn neben Zellglas und Stärke eignet sich auch Hanf bestens, fossile Kunststoffe in vielfältigen Ausführungen und Bereichen zu ersetzen. Hanf regeneriert den Boden beim Wachstum, gedeiht ohne Pestizide, könnte Baumwolle problemlos ersetzen, könnte als Treibstoff dienen, ist verträglich, gesund und gewinnt auch immer mehr Bedeutung im pharmakologischen Bereich. Es gibt keine andere Kulturpflanze die so vielseitig, so gut fürs Klima ist und bei uns wunderbar gedeihen könnte.
Ökologische und ökonomische Möglichkeiten des Rohstoffs Hanf


Aber ich denke in der heutigen Migros steckt nicht mehr genug von Duttweilers Pioniergeist, um sich aktiv für neue Wege wie Bio-Kunststoffe zu engagieren. Wir werden wohl warten müssen bis Lidl oder Aldi das übernehmen.

Es grüsst das Migi-Ferkel
Alteshaus
Alteshausvor 5 Jahren
Ich mag noch lieber die Netze, die zum einkaufen gedacht sind, denn die haben so Bändel zum Zusammenziehen:
http://www.3bbags.com/
die sind aber leider in China produziert (aber von einer Frauengemeinschaft, die für Arbeit sorgt, eigentlich wieder eine gute Sache)
und die:
http://www.puurhip.nl/Webwinkel-Product-9294684/Take-5-bags.html
Beide kann man bei uns im Bio Laden kaufen.

IF01234567
IF01234567vor 5 Jahren
Abfall vermeiden bringt uns viel mehr, als ihn einfach nur biologisch abbaubar zu machen. Der Umweg über den "Bio"-Kunststoff zu gehen könnte trügerisch sein.
Gast
Gastvor 5 Jahren
Hallo

Na das erläutere mal, lieber Ivan92, zum einen weil praktisch alle Lebensmittel in Plastik verpackt sind und zum anderen, weil kompostierbarer Kunststoff am ende gar kein Abfall mehr wäre.

Es grüsst das gelbe Migi-Ferkel
IF01234567
IF01234567bearbeitet vor 5 Jahren
@deactivated user
Nicht überall ist alles in Plastik verpackt. Es gibt auch schon Läden, die völlig auf Einweg-Verpackungen verzichten. Ich habe bis heute noch keine einzige Verpackung aus Bio-Plastik gesehen. Es ergibt sich daraus, dass die heutig einzig durchführbare Lösung, die komplette Abfallvermeidung ist.