Food Waste - wie geht die Migros damit um? | Migros Migipedia
Startseite

Food Waste - wie geht die Migros damit um?

Food Waste - wie geht die Migros damit um?

Alexander74
Alexander74vor 7 Jahren
Ich war vor kurzem auf der OLMA in St.Gallen, dort wurde das Thema "Food Waste" sehr stark und von verschiedenen Perspektiven aus beleuchtet. Es wurde gezeigt, dass in der Schweiz rund 1/3(!!!) aller Lebensmittel keinen Teller sehen, sondern unverrichteter Dinge in den Abfall wandern. Weltweit gibt es Studien, welche auf global 50% Food-Waste-Anteil kommen. Mich interessiert, wie sich die Migros zu diesem Thema stellt. Hat sie das Thema auf dem Schirm? Wie begegnet sie diesem Thema seitens der Logistik, seitens der Kühlkette? Was macht die Migros mit Lebensmitteln, die gerade erst abgelaufen sind, aber noch einwandfrei? Wie sieht die Migros ihre Verpflichtung diesbezüglich? Gibt es bereits konkrete Aktionen wie z.B. Trockenlebensmittel in Gegenden zu schicken, die von grossem Hunger betroffen sind? Fragen über Fragen, aber mich nimmt es einfach Wunder, denn eigentlich müsste doch niemand hungern, oder???

7 Antworten

Letzte Aktivität vor 7 Jahren
  • Frederica
    Fredericavor 7 Jahren
    Ich war noch nie an einer Ausstellung wie BEA, MUBA, HIGA oder OLMA, usw., dafür an der "Grüne Woche" in Berlin!

    Über Nahrungsverschwendung wurde auf Migipedia schon hinlänglich debattiert. Im Magazin VIVAI, Migros Magazin und Generation M findet man auch ausführliche Informationen und Statistiken!
  • Alexander74
    Alexander74vor 7 Jahren
    Ich bin neu hier, habe die Debatte über Food Waste noch nicht wirklich verfolgt, zumindest nicht hier auf dieser Plattform oder im Migros-Magazin. Was mir bei dem Thema immer wieder auffällt ist, dass es sehr oft thematisiert wird, dabei jedoch keine Lösungsorientierung im Vordergrund steht. Es wird immer nur das Problem umrissen und durch Fakten noch grösser und noch grösser gemacht. Ich suche LÖSUNGEN, will wissen, WAS getan wird, wie die Migros dieser Corporate Social Responsibility, wie es so schön heisst,die sie m.E. nach hat nachkommt. Es interessiert mich einfach und für mich steigert ein lösungsorientierter Ansatz die Attraktivität und Markentreue...
  • Silvia_Migros
    moderator
    Silvia_Migrosbearbeitet vor 7 Jahren
    Hallo @Alexander74

    Ich habe das Gespräch mit einer Nachhaltigkeitspezialistin der Migros gesucht und freue mich dir mitteilen zu können, dass der Migros dieses Thema sehr am Herzen liegt.




    Anbei zuest ein paar wichtige Fakten:

    98,7% der Lebensmittel, die die Migros in ihren Läden und in der Gastronomie anbietet, werden auch als Lebensmittel verwendet. 0,2% werden als Tierfutter; 1,1% werden in der Vergärung (Biogas); als Kompost oder als Abfall in der Kehrichtverbrennungsanlage verwertet. Trotz der geringen Mengen, bleibt es weiterhindas Ziel, die Mengen in den Läden, der Gastronomie wie auch in den Industrien jährlich zu reduzieren. Eine Studie, die die Migros in Auftrag gegeben hat, zeigt klar, dass der Detailhandel hier nicht der Hauptverursacher ist. Ca. 50% der Lebensmittelabfälle fällt in den Haushalten an. Somit trägt jeder einzelne von uns eine Verantwortung, dies wenn immer möglich zu verringern oder zu vermeiden.


    Die Migros setzt alles daran, keine Lebensmittel vernichten zu müssen. Folgende Massnahmen wurden umgesetzt:
    •Dispo-Prozesse und Warenbewirtschaftungssysteme wurden angepasst und Schulungen durchgeführt, um Abfälle zu reduzieren.
    •In den Filialen wird Ware kurz vor dem Verfall mit Preisabschlägen von 25% bis 50% angeboten.
    •Es gibt einen Personalverkauf in den Verteilzentralen und Filialen.
    •Grössere Posten werden vor dem Verfall an Caritas Schweiz oder lokale Hilfsorganisationen übergeben.



    Die Migros unterstützt ausserdem Hilfsorganisationen mit einem jährlichen Beitrag von einer viertel Million CHF um das Abholen und Verteilen der Lebensmittel sicher zu stellen. Zudem engagiert sich die Migros auf nationaler Ebene und unterstützt den Bund in seinen Anstrengungen.




    • Die Datierung der Lebensmittel soll vereinfacht und überarbeitet werden.
    • Die Sensibilisierung und Information an die Bevölkerung soll vorangetrieben werden mit Information in Schulen und Kampagnen.
    • Die Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen soll besser koordiniert werden.



    Es gibt viel zu tun!


    Liebe Grüsse, Silvia
  • Bascolo
    Bascolovor 7 Jahren
    Mich stört es persönlich, dass z.B eine Milch 3 Wochen vor Ablaufdatum schon nicht mehr verkauft werden darf. Bei etlichen Produkten ist das so.


    Druckt einfach nur noch das Mindesthaltbarkeitsdatum auf. Am letzten Tag dann ins 50% Fach und es wird bestimmt enorm viel weniger "Abfall" geben.
  • Coacoa200
    Coacoa200vor 7 Jahren
    Gibt es bereits (in der Molkerei habe ich das gesehen)....

    wurd bei einigen Artikel nur noch auf das Verbrauchsdatum gewechslet
  • Tanja_Migros
    Tanja_Migrosvor 7 Jahren
    Hallo Bascolo



    In der Regel sind es langhaltbare UHT Produkte, welche nach dem "verkaufen bis"-Datum noch eine lange Haltbarkeitszeitspanne haben bis zum "verbrauchen bis"-Datum. Es ist so, dass UHT-Produkte häufig gekauft werden, gerade weil sie so eine gute und lange Haltbarkeit haben - sie denen somit vielen Kunden als Vorratsprodukte.




    Einfach nur das Mindesthaltbarkeitsdatum aufzudrucken ist gesetzlich nicht erlaubt: Für verderbliche Produkte müssen beide Daten "verkaufen bis" und "verbrauchen bis" aufgedruckt sein.




    Ich hoffe, das ist für euch nachvollziehbar.




    Liebe Grüsse

    Tanja





    In der Regel sind es langhaltbare UHT Produkte, welche nach dem “verkaufen bis:“ Datum noch eine lange Zeitspanne haben
  • Federwolke
    Federwolkevor 7 Jahren
    Wenn dem so wäre (was ich in Frage stelle), würde Coop illegal handeln. Seit einigen Wochen wird auf einigen Produkten nur noch das Haltbarkeitsdatum aufgedruckt (ist mir aufgefallen bei Joghurts, PAST-Milch, Käse, Rauchlachs). Ich dachte mir noch, was das soll...? Der Kunde muss jetzt höllisch aufpassen, was er kauft, wenn er es nicht sofort verbrauchen will. Zuvor konnte man sich darauf verlassen, dass Produkte mit nahendem Verkaufs-End-Datum vergünstigt abgegeben wurden, haltbar war es dann noch gut einige Tage. Jetzt wird bis zum allerletzten Tag des Haltbarkeitsdatums zum vollen Preis verkauft, also Vorsicht!