Food Waste - wie geht die Migros damit um? | Migros Migipedia
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Food Waste - wie geht die Migros damit um?

Food Waste - wie geht die Migros damit um?

elena88
elena88bearbeitet vor 4 Jahren
Wie geht die Migros damit um?

> https://community.migros.ch/m/Forum-Migipedia/Food-Waste-wie-geht-die-Migros-damit-um/td-p/321105 <

Sie sperrt die Diskussion!

Dieses Thema betrifft aber die Migros genau so wie andere Lebensmittelhändler auch, deshalb versuche ich hier eine neue Diskussion zum Thema Food Waste zu starten...

> http://foodwaste.ch/was-ist-food-waste <

"Die hohen Lebensmittelverluste haben weitreichende Auswirkungen auf Natur und Mensch. Die Produktion von Lebensmitteln verursacht 30 Prozent aller Umweltbelastungen. Werfen wir Lebensmittel in den Abfall, werden knappe Ressourcen wie Wasser, Böden und fossile Energieträger unnötig belastet. Weggeworfene Lebensmittel verursachen in der Schweiz Mehrkosten in Milliardenhöhe und belasten das Haushaltsbudget unnötig. Gleichzeitig verknappt eine durch Verluste erhöhte Nachfrage das weltweite Angebot an Lebensmitteln, während die Ernährungssicherheit vieler Menschen nicht garantiert ist."

Was die Migros dazu gerne ausblendet sind die hohen Verluste welche bei der Produktion und in der Verarbeitung anfallen. Dabei gibt die Migros vor nach welchen Normen die Lebensmittel eingekauft werden. Deshalb hat z.B. Coop schon 2013 das Ünique-Label lanciert, welches auch nicht der Norm entsprechende Lebensmittel in den Verkauf bringt. Bei coop@home gibt es aktuell Ünique-Zitronen im Angebot. Neu springt auch Aldi Süd auf diesen Zug auf und bringt mit dem Label Krumme Dinger unter anderem Bio Karotten auf den Markt.

Ich denke das auch Migros einen grossen Teil der Verantwortung auf sich nehmen muss, da es sehr viele Lebensmittel gar nicht erst in die Migros-Regale schaffen. Bitte überdenkt doch nocheinmal ob ihr da was machen könnt.

Ansonsten werde ich meine Einkäufe leider wo anders tätigen.

Was wegen der Sperrung auch noch nicht abschliessend geklärt werden konnte, ist das Verkaufsdatum. Hat sich diesbezüglich in der Zwischenzeit etwas getan? Damals schrieb nämlich Tanja folgendes:
"Einfach nur das Mindesthaltbarkeitsdatum aufzudrucken ist gesetzlich nicht erlaubt: Für verderbliche Produkte müssen beide Daten "verkaufen bis" und "verbrauchen bis" aufgedruckt sein."

2012 konnte man dazu folgendes lesen:

"Nicht nur die Industrie, auch Detailhändler Migros geht bei den Ablaufdaten über die Bücher. «Wir haben im September eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die herauszufinden soll, wo das Mindesthaltbarkeitsdatum oder das Verbrauchsdatum ohne Bedenken verlängert werden kann», sagt Sprecherin Monika Weibel." [1]

2016 tönte es so:

"Weitere Angaben wie "zu verkaufen bis" sind freiwillige Angaben der Verkäufer, die nichts zur Haltbarkeit aussagen. Einige Detailhändler wie Volg und Coop verzichten auf den Aufdruck dieses Datums." [2]

Und was hat sich seitdem bei der Migros getan? Trägt die Milch noch ein "Verkaufen bis"-Datum?

[1] http://www.20min.ch/finance/news/story/-Wir-muessen-die-Konsumenten-umerziehen--24181718
[2] https://www.bauernzeitung.ch/news-archiv/2016/mit-einfachen-mitteln-weniger-verschwenden

6 Antworten

Letzte Aktivität vor 4 Jahren
  • M-Infoline
    moderator
    M-Infolinevor 4 Jahren
    Hallo @elena88




    Auf unserer Internetseite erfährst du die wesentlichen Punkte zum Thema Food Waste. Wir bitten dich, die entsprechende Seite zu kontaktieren:






    https://generation-m.migros.ch/de/nachhaltige-migros/hintergruende/abfall-recycling/lebensmittelabfaelle.html





    Nicht der Norm entsprechende Lebensmittel finden in der Migros auch ihren Platz. Wir haben hierzu aber nicht ein eigenes Label kreiert, sondern vermarkten solche Produkte unter anderem über die Marke M-Budget.Bei der Deklaration halten wir uns an die Vorgaben des Gesetzgebers.




    Wir hoffen, deine Fragen hiermit zu beantworten.




    Liebe Grüsse, Andrea


  • robotoc
    robotocvor 4 Jahren
    Es wäre super, wenn die Migros auch solche Foodsharing-Boxen aufstellen würde, anstatt die "abgelaufenen" Lebensmitteln einfach zu entsorgen. Auch wenn damit Kompogas herstellt wird, fänd ich eine Verwertung als Lebensmittel viel sinnvoller, weswegen ich auch gerne mal einem Migros Container einen Besuch abstatte und immer wieder staune, was dort alles weggeworfen wird.


    Foodsharing-Boxen vor dem Supermarkt: Bald sollen Kunden in allen zehn Hieber-Filialen Ware, die nicht mehr verkauft werden darf, kostenlos mitnehmen können. https://www.bzbasel.ch/basel/basel-stadt/kampf-gegen-foodwaste-hieber-verschenkt-lebensmittel-131724589

    Wäre dieses Konzept nicht auch was für die Migros?
  • Bodenseeknusperli
    Bodenseeknusperlibearbeitet vor 4 Jahren
    Ich glaube eben, für einen Detailhändler bedeutet es doppelten Verlust da nicht nur die abgeloffene Ware abgeschrieben werden muss, sondern auchnoch das nicht verkaufte Produkt welches sind ein Kunde gratis ergattern kann, und es nicht im Laden kauft. Dir liegt sehr viel an dem Thema, hast du dich mal informiert wie oft die Fillialen Lebensmittel an die Caritas / Suppenküchen / ect. spenden statt weg zu werfen? Gibt es Seitens der Migros dazu eine Aussage?

    Meine Frage bei solchen Food sharing Boxen wenn sie von der Migros gestückt werden würden: könnte es nicht passieren das dann diese Hilfsorganisationen nichtsmehr abkriegen? Und ganz ehrlich, wenn es was gratis gibt ist immer die eine Person dort die hamstert und den ganzen Bestand mitnimmt und nicht sozial ist und teilt, so müsste wieder eine Person angestellt sein zum Ordnung halten, auch nicht lukrativ.

    Eine gute Freundin arbeitet bei der Ausgabe von Mahlzeiten an finanziell schwach gestellte Personen, sie kriegen dort sehr viel auch von Manor, Coop, Migros, LeShop ect. und es stimmt wirklich das sind wundervolle und top geniessbare Sachen, auchmal eine Kiste von den gehobenen Linien oder teuren Patisserie also jetzt nicht nur Brot und Joghurt, wär eine Schande die weg zu werfen so oder so.

    Aber damit du mich nicht falsch verstehst, find ich generell echt eine super Sache und damit ist man auf dem richtifen Weg. Jetzt noch die "Qualitätsanforderungen" runterschrauben damit zweibeinige Rüebli nicht auf dem Feld verrotten müssen oder auch gebogene Gurken ins Regal kommen :)
  • robotoc
    robotocvor 4 Jahren
    Es stimmt das ein Teil (wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht überschritten ist) gespendet wird. Dies ist aber nur ein kleiner Teil vom Ganzen und eben, was passiert mit den vielen Lebensmitteln die das Mindesthaltbarkeitsdatum bereits erreicht haben. Auch solche werden in dieser Foodbox abgegeben.

    Ich glaube viele würden die abgelaufenen Lebensmittel sowieso nicht wollen und es zeigt sich, dass eher Menschen mit wenig Geld das Angebot nutzen. Von daher glaube ich kaum, dass die Detailhändler mit finanziellen Einbussen rechnen müssen. Schliesslich liegt es ja an ihnen möglichst wenig "Abfall" zu produzieren.

    Der mögliche Image Gewinn durch eine gratis Abgabe wirkt auf mich enorm.

    Die zurechtgerückten Statistiken der Migros sind bekannt: https://generation-m.migros.ch/de/nachhaltige-migros/hintergruende/abfall-recycling/lebensmittelabfaelle.html

    Hier der Klassiker:
    Nur gerade 1,4 Prozent der von der Migros (Migros-Läden und Gastronomie) angebotenen Lebensmittel werden nicht als Lebensmittel verkauft oder abgegeben: Davon werden 1,3 Prozent verwertet.

    • 0,3% als Tierfutter
    • 0,9% in der Vergärung (Biogas)
    • 0,1% als Kompost, und
    • 0,1% landen als Abfall in der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA)

    Dies betrifft auch die Migros: https://www.blick.ch/news/wirtschaft/foodwaste-wahnsinn-bei-coop-um-18-30-uhr-gebacken-um-19-uhr-im-muell-id7185576.html

    Ich glaube es gibt bestimmte Produktesegmente wo weit mehr als 1,4% nicht als Lebensmittel verwendet wird! Hierzu würde ich gerne mal ein paar Zahlen von der Migros sehen.

    Welches sind z.B. die 5 Lebensmittel die in der Migros am meisten Food Waste verursachen und wie hoch ist der jeweilige %-Satz? Hoffe die Migros ist so nett und stellt uns die entsprechenden Zahlen zur Verfügung und sucht keine Ausrede, um die Frage nicht zu beantworten.

    Migros möchte auf jeden Fall nicht, dass es für Filialen ab 400m² zum Gesetz wird, mit einer gemeinnützigen Organisation zusammen zu arbeiten:
    http://www.watson.ch/Schweiz/Aargauer%20Zeitung/208173078-Neue-Foodwaste-Idee-verdirbt-Migros-und-Coop-den-Appetit

    Ergo: Es gibt viel Food Waste in der Migros! Auch wenn Migros mit dem Finger lieber auf die Konsumenten zeigt, wie übrigens viele Medien auch!

    Ich sehe die Zukunft optimistisch, dass sich die Migros anpassen wird, wenn der Umsatz immer weiter zurück geht. Dies kann nur gelingen, wenn sich die Konsumenten anders entscheiden als bisher üblich. Und auch mal etwas nicht kaufen, wenn es von weis nicht wo her kommt, unnötige Zusatzstoffe enthält, mit Pestiziden behandelt wird usw. usf.

    Da ist doch schon seit einiger Zeit ein Wandel wahrzunehmen. Heute habe ich bei der orangen Konkurenz wieder ein neues Bio Brot entdeckt, welches zu grössten Teil aus Schweizer Rohstoffen hergestellt wird. Migros muss in diesem Bereich auch mal etwas Gas geben, aber das ist ein anderes Thema, auf welches die Migros immer noch keine Antwort parat hat.
  • iti
    itivor 4 Jahren
    Migros kann gut sagen, dass bei Ihnen kaum Food-waste anfällt. Klar, es ist billiger die "Qualität"-schrauben so wahnsinnig hoch zu schrauben, dass fast jedes Risiko von Food-waste entfällt.Und dann auf die Landwirtschaft zeigen und sagen, dass dort Food-waste anfällt. Dabei sind die Wahnsinns-Spezifikationen zu allen Produkten der Hauptgrund warum so viel weggeworfen/untergepflügt/vergast werden muss. Diese Spezifikationen stimulieren auch den Pflanzenschutzmittelverbrauch sehr.. AberTagungen zu diesem Thema sponsern - fürs Image - das macht man gerne. Darum: Unique Coop für einige Gemüse/Kartoffeln/Früchte, sonst zum Türken: Dortwerden auch Äpfel mit einem "falschen" Anteil Rot-Schraffierung verkauft... oder "zu" grosse oder "zu" kleine Produkte..
  • robotoc
    robotocvor 4 Jahren
    Schon wieder ein neues Projekt eines Detailhändlers gegen Food Waste: Diesmal steht der Food Sharing Kühlschrank direkt im Laden beim Kassenbereich.