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Bienenschutz oder doch nicht

Bienenschutz oder doch nicht

IF01234567
IF01234567bearbeitet vor 5 Jahren

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http://www.doitgarden.ch/de/garten/pflanzenpflege/pflanzenschutzmittel/spray-gegen-schaedlinge--500-ml/pp.658408200000

Ergänzende Hinweise
  • SP1 Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen.
  • SPE8 Bienengefährlich./Zum Schutz von Bienen und anderen bestäubenden Insekten nicht auf blühende Kulturen aufbringen./Nicht an Stellen anwenden, an denen Bienen aktiv auf Futtersuche sind./Bienenstöcke müssen während der Anwendung und für (Angabe der Zeit) nach der Behandlung entfernt oder abgedeckt werden./Nicht in Anwesenheit von blühenden Unkräutern anwenden./Unkräuter müssen vor dem Blühen entfernt werden./Nicht vor (Angabe der Zeit) anwenden.
  • BGEF_EUH401 Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
Deklarationspflichtige Stoffe
  • Lambda-Cyhalothrin 0.015 g/l

125 Antworten

Letzte Aktivität vor 4 Jahren
  • Loxiran
    Loxiranvor 5 Jahren
    Ich würde Neudorff – Produkte bevorzugen. Diese sind auch in der Migros erhältlich:
    http://www.doitgarden.ch/de/search/?fh_search=neudorff

    http://www.neudorff.de/fileadmin/medien/neudorff.de/Pressetexte/Bienen_sch%C3%BCtzen_140710.pdf

    „Neudorff ist für Hobbygärtner untrennbar mit naturgemäßen, bienenschonenden Pflanzenschutzmitteln verbunden.“

    oder dann Garten Produkte mit Biolabel kaufen:
    http://www.doitgarden.ch/de/search/?fh_search=bio+garten

    Alles andere gehört aus meiner Sicht nicht ins Sortiment.
  • IF01234567
    IF01234567bearbeitet vor 5 Jahren
    Habe nicht vor es zu kaufen. Frage mich nur, was der Noah davon hält.
  • Gast
    Gastvor 5 Jahren
    Hallo

    Bei Hobbygärtner haben chemische Pflanzenschutzmittel nichts verloren. Es geht alles auch ohne Chemie, aber nicht zwingend ohne Literatur. Wenn der Garten ein Hobby ist, dann sollte man sich die Zeit nehmen und sich entsprechend bilden, wie man Schädlinge auf natürliche Weise bekämpft. Entweder durch entsprechende Mischungen der Pflanzen, damit sie sich gegenseitig schützen oder auch mit selbstgemachten Spritzjauchen. Beispielsweise kann man Brennnesseln am Waldrand ernten und daraus eine Jauche, Brühe ansetzen, die nach ausreichender Gärung in Flaschen oder Kanister abgefüllt wird. Je nach Stärke kann man sie als Dünger oder als Pflanzenschutzmittel gegen Schädlinge einsetzen. Das selbe gilt für eine Vielzahl anderer Gewächse, die man selber kultiviert oder kostenlos in der Natur findet.

    Man braucht auch keine Schneckenkörner um Gemüse oder Blumen zu schützen, es gibt viel bessere und verträglichere Mittel. Das beste wäre ein Igel, aber der wird einen chemischen Garten meiden.Igel sind eben schlaue Gesellen, genauso wie Ferkel. :-)


    Grüsse vom gelben Migi-Ferkel
  • Loxiran
    Loxiranvor 5 Jahren
    Ja, das ist sehr merkwürdig. Warum darf dieser Spray

    http://www.doitgarden.ch/de/garten/pflanzenpflege/pflanzenschutzmittel/spray-gegen-schaedlinge--500-ml/pp.658408200000

    noch in der Migros verkauft werden??

    Gemäss Generation-M wurde das Versprechen schon ende 2014 erfüllt. Nun sehen wir, dass es doch nicht erfüllt wurde und die Migros mit diesem Spray: Artikelnummer
    658408200000, Deklaration: SPE8 Bienengefährlich,
    immer noch bienengefährliche Stoffe anbietet.

    Hier der Link zu Generation M:

    http://generation-m.migros.ch/generation-m/de/nachhaltigkeit-bei-der-migros/unsere-versprechen/versprechen-filter/versprechen-konsum/bienen.html

    Aktueller Stand des VersprechensEine Studie von Greenpeace hat für Bienen kritische Stoffe identifiziert. Die Migros führte ursprünglich 10 Produkte, die diese Wirkstoffe beinhalten. Per Ende 2014 wurden 9 Produkte vollständig liquidiert oder umgestellt. Beim verbleibenden Produkt befinden sich derzeit noch Restbestände in den Filialen. Sämtliche Produkte, die seit Ende 2014 neu aus den Verteilzentren in die Filialen ausgeliefert werden, enthalten keine bienenkritischen Wirkstoffe mehr.
    31.12.2014
  • IF01234567
    IF01234567vor 5 Jahren
    Die Antwort der Migrosinteressiert mich auch. Wobei sie ja schon bei den Zuckerreduktionen in den Yoghurts nicht belegen konnte, bei welchen Yoghurts dies der Fall gewesen sein soll.
  • Tanja_Migros
    Tanja_Migrosvor 5 Jahren
    Hallo zusammen



    Das
    Generation M versprechen bezieht sich auf die Wirkstoffe, die von Greenpeace als bienengefährlich eingestuft wurden. Der unten erwähnte Wirkstoffe wurde nicht dort mit aufgeführt,deshalb führen wir dieses Produkt nach wie vor in unserem Sortiment.



    Liebe Grüsse

    Tanja

  • IF01234567
    IF01234567bearbeitet vor 5 Jahren
    Hallo @Tanja_Migros

    Mir fällt aber nicht auf, dass nur die vom Gesetzt verbotenen Substanzen gemeint sind, sondern alle Stoffe welche für die Bienen gefährlich sind:

    1.jpg
    Sämtliche Produkte, die seit Ende 2014 neu aus den Verteilzentren in die Filialen ausgeliefert werden, enthalten keine bienenkritischen Wirkstoffe mehr.


    Das sagt Greenpeace dazu:

    Folgende sechs in der EU zugelassene Wirkstoffe haben die höchste Anzahl sehr gefährlicher Eigenschaften (sieben bzw. sechs Eigenschaften): lambda-Cyhalothrin, Fenamiphos, Chlorpyrifos, Cyfluthrin, Ethoprophos und Formetanat.Quelle: Greenpeace

    Werfen wir doch mal einen Blick ins Pflanzenschutzmittelverzeichnis (Stand: 03.03.2016):

    Handelsbezeichnung: MIOPLANT Spray gegen Schädlinge



    ProduktekategorieBewilligungsinhaberEidg. Zulassungsnummer
    InsektizidSyngenta Agro AGW-6741-2
    Stoff(e)GehaltFormulierungscode
    Wirkstoff: Lambda-Cyhalothrin0.0015 % 0.015 g/lME Mikroemulsion

    Auflagen und Bemerkungen:
    1. Nur im Hausgarten.
    2. SPe 8 - Bienengefährlich: Darf nur am Abend, ausserhalb des Bienenfluges mit blühenden oder Honigtau aufweisenden Pflanzen (z. B. Kulturen, Einsaaten, Unkräuter, Nachbarkulturen, Hecken) in Kontakt kommen oder nur im geschlossenen Gewächshaus eingesetzt werden, sofern keine Bestäuber zugegen sind.
    3. Spe 3: Zum Schutz von Gewässerorganismen muss sichergestellt werden, dass bei der Anwendung kein Sprühnebel in Oberflächengewässer gelangt.
    4. Maximal 2 Behandlungen pro Kultur mit diesem Produkt oder einem anderen Produkt, das diesen Wirkstoff enthält.
    5. Behandlungen im Abstand von 7 - 14 Tagen.
    6. Behandlungen nur während dem Flug (gemäss kritischer Fangzahl) im Abstand von mindestens 7 Tagen.
    7. Maximal 3 Behandlungen pro Kultur mit diesem Produkt oder einem anderen Produkt, das diesen Wirkstoff enthält.
    8. Maximal 1 Behandlung pro Kultur mit diesem Produkt oder einem anderen Produkt, das diesen Wirkstoff enthält.
    9. Behandlungen im Abstand von mindestens 7 Tagen.
    10. Maximal 2 Behandlungen pro Parzelle und Jahr mit diesem Produkt oder einem anderen Produkt, das diesen Wirkstoff enthält.
    11. SPa 1: Zur Vermeidung einer Resistenzbildung darf dieses oder irgendein anderes Pflanzenschutzmittel, welches ein Pyrethroid enthält, nicht mehr als 1 mal pro Kultur ausgebracht werden.
    12. Bei Bedarf Anwendung nach 7 Tagen wiederholen.

    Gefahrenkennzeichnungen:
    • Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
    • EUH 208 Enthält [Name des sensibilisierenden Stoffes]. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.
    • EUH 401 Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
    • H411 Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.
    • SP 1 Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen.
    • SPe 8 Bienengefährlich

    Gefahrensymbole und -bezeichnungen:
    KurzkennzeichnungGHS09
    Symbol
    GefahrenbezeichnungGewässergefährdend



    Für mich ist der Fall klar: Migros will ein möglichst gutes Image, ganz egal wie es um die Bienen steht!
  • Loxiran
    Loxiranbearbeitet vor 5 Jahren
    Hallo @Tanja_Migros

    Folgende Gründe lassen mich am Generation M-Versprechen zweifeln, gemäss Beobachter Artikel:
    http://www.beobachter.ch/natur/flora-fauna/arten-tierschutz/artikel/migros_leeres-versprechen-in-sachen-bienenschutz/

    Migros Leeres Versprechen in Sachen Bienenschutz
    beobachter.tiff


    Wie erwähnt, befindet sich im Mioplant Spray gegen Schädlinge:
    • Lambda-Cyhalothrin 0.015 g/l
    Gemäss: http://www.pan-germany.org/download/Big3_DE.pdf
    • Lambda-Cyhalothrin ist beim Einatmen sehr giftig, ist hochgefährlich für Bienen und steht im Verdacht, das Hormonsystem zu beeinflussen.

    Ausserdem habe ich eine neuere Liste, Oktober 2015, von Greenpeace gefunden, worin Lambda-Cyhalothrin, gemäss TLI-Pestiziddatenbank, mit der höchsten Bewertung 10, Toxitität für Bienen, eingestuft wird:

    http://www.greenpeace.org/switzerland/Global/switzerland/publications/Greenpeace/2015/F4L/apple_testing_15_10.pdf#page=1&zoom=auto,-13,843


    Bewertung: Lambda-Cyhalothrin
    Gemäss TLI-Pestiziddatenbank. Die Toxitität wird auf einer 5-stufigen Skala bewertet, die höchste Bewertung ist 10.

    Toxizität für Bienen und andere Nutzinsekten:

    bienen nutzinsekten.jpg



    Toxizität für Wasserorganismen:
    wasser.jpg


    Potenzial zur Bioakkumulation:
    bioakkumumaltion.jpg



    Ich hoffe sehr, dass die Migros dieses Produkt aus dem Sortiment nimmt:
    id_10028351193118_zoom.jpg
    Mioplant, Spray gegen Schädlinge, 500 ml,
    http://www.doitgarden.ch/de/garten/pflanzenpflege/pflanzenschutzmittel/spray-gegen-schaedlinge--500-ml/pp.658408200000
    CHF 9.95, Artikelnummer 658408200000
    Deklarationspflichtige Stoffe in diesem Produkt
    • Lambda-Cyhalothrin 0.015 g/l

  • Alteshaus
    Alteshausvor 5 Jahren
    Genau. Ich kanns bestätigen. Ich habe einen kleinen Genossenschaftsgarten, in dem ich seit Jahren Gemüse und Beeren ziehe und ich habe 2 Zwetschgenbäume. Ich benutze rein gar keine Mittel. Nie. Aber ein paar Nachbarn von mir streuen massenweise diese blauen Schneckenkörner und kaufen solche Spays und schaden so ungefragt auch mir und meinem Garten und deren Bewohner. Sogar wenn ich sie darauf anspreche. Weil sie darauf vertrauen, dass man, wenn es schädlich wäre, so was gar nicht kaufen können würde. Es ist klar, dass nicht alle Menschen kritisch sein können und sich mit sowas in ihrer Freizeit auseinandersetzen können und wollen.
    Es ist so enttäuschend, dass man sich nicht auf die Grossverteiler und Hersteller verlassen kann, dass sie endlich die Verantwortung dafür übernehmen, dass sie keine schädlichen Produkte für den privaten Gebrauch mehr anbieten und herstellen.