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Bananen

MaB26
MaB26vor 3 Jahren
Schon seit längerer Zeit gibt es ja in der Migros keine Chiquita Bananen mehr.
Wie ich es verstanden habe, lag es daran, dass die Bedingungen (soziale, nachhaltigkeit etc) nicht mehr eingehalten wurden?
Ich finde es natürlich super und unterstütze dies auch, dass die Migros handelt und solche Produkte die den Bedingungen nicht entsprechen, nicht mehr im Sortiment sind.
Im Internet (Pro Planet) bin ich aber darauf gestossen, dass anscheinend Chiquita seit über 20 Jahren das Siegel Rainforest Alliance Certified™ der internationalen Umweltschutzorganisation hat. Habe ich da etwas falsch verstanden?

Denn leider sind die "neuen" Bananen, Bio Max Havelaar und auch die anderen "normalen" nicht so gut wie die Chiquita Bananen es waren. Die "neuen" sind geschmackloser und werden schneller braun und sind dann nicht mehr geniessbar. Ich habe dies schon von vielen anderen auch gehört.

Wie gesagt, ich will auf keinen Fall Produkte unterstützen, welche schlechte Bedingungen für die Umwelt, die Menschen etc. haben, dann verzichte ich lieber auf die Bananen.
Aber habt Ihr, liebe Migros, eine genaue Erklärung (die ich verpasst habe?), warum die Chiquitas aus dem Sortiment genommen wurden?
Und warum sind die "neueren" Bananen nicht so gut?

Hat jemand auch diese Erfahrung gemacht?

17 Antworten

Letzte Aktivität vor 3 Jahren
MaB26
Famsl
Kathrin_Migros
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Bodenseeknusperli
Bodenseeknusperlivor 3 Jahren
Zitiere aus einem Bericht 2007:
"Bananenmulti hat zwischen 1997 und 2004 mindestens 1,7 Mio. US$ an die paramilitärischen Verbände Kolumbiens AUC bezahlt. Für Migros kein Grund, die Handelspartner-
schaft mit Chiquita zu hinterfragen."

-...naja, vielleicht ja jezt schon, Kinderarbeit inbegriffen, und momentan rafft ein Pilz die Monokulturen weg mit "der guten Chiquita". Soviel sind meine Wissensstände. Dass die Havelaar schneller braun werden ist auch aufgefallen, ich mag braune matschige Bananen aber ist nicht für alle was, aber ich kauf eh kaum welche.
Naja und das mit dem Rainforest Siegel, ist wie beim Palmöl: Regenwald wurde gerodet und zerstört, da klebte man einen grünen Frosch drauf bzw beim Palmöl wird auch das "green-washing" mit Nachhaltigkeit gemacht damit die Leute beruhigt sind, aber stimmt: fairtrade wars nie.
M-Infoline
moderator
M-Infolinevor 3 Jahren
@MaB26



Vielen Dank für deine Fragen, die wir dir wie folgt beantworten können.







Auch die Chiquita-Bananen, welche die Migros als Standard-Banane im Sortiment führte, sind nach GlobalGAP und dem Standard für nachhaltige Landwirtschaft (SAN) durch Rainforest Alliance (RFA) zertifiziert. Diese Standards verlangen Minimalanforderungen bezüglich guter Agrarpraxis und nachhaltiger Landwirtschaft. Die Migros hat aber zusätzlichen Handlungsbedarf erkannt und wollte im Sinne einer Pionierleistung punkto Nachhaltigkeit noch einen Schritt weitergehen. Mit dem WWF haben wir einen starken und in Umweltfragen kompetenten Partner zur Weiterentwicklung und stetigen Verbesserung in Richtung eines noch umwelt- und sozialverträglicheren Sortiments gefunden. Das Projekt mit den Bananen ist ein solches, um im Standardsortiment voranzugehen.






In diesem Projekt müssen die Farmen bereits zum Projektstart besondere Anforderungen erfüllen. So gelten beispielsweise strenge Kriterien für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Für den Bananenanbau durfte seit dem Jahr 2004 kein Wald abgeholzt werden. Ausserdem erfüllen die Farmen auch die Standards von GLOBALG.A.P und des Netzwerkes für nachhaltige Landwirtschaft (SAN/Rain Forest Alliance). Darüber hinaus setzen diese Vertragsfarmen schrittweise zusätzliche Anforderungen in den Bereichen Ökologie und Soziales um. Die Themenschwerpunkte dabei sind Ökosysteme/Biodiversität, Abfallmanagement, integrierter Pflanzenschutz, Bodenmanagement, Klimaschutz und Wassermanagement.




Mehr Details sind unter diesem Link zu finden:




https://generation-m.migros.ch/de/nachhaltigkeitsthemen/bananen/keine-krummen-bananen.html




Der Transport vom Ursprung in die Schweiz erfolgt im einzigartigen Migros-spezifischen Mehrweggebinde, welches die Umweltbelastung deutlich reduziert. Die Migros ist die einzige Detailhändlerin weltweit, welche dieses Gebinde anstatt der bekannten herkömmlichen Bananenkartons einsetzt. Diese wiederverwendbaren Kunststoffpaletten können mehrmals benutzt werden, im Gegensatz zu Kartonschachteln, die nur einmal verwendet und danach entsorgt werden. Jährlich können so
über eine Million Bananenschachteln eingespart und natürliche Ressourcen geschont werden. Dies entspricht einer Einsparung von CO2-Emissionen von rund 400 Hin- und Rückflügen von Zürich nach Neuseeland.



Wir hoffen, deine Fragen hiermit zu beantworten.




Liebe Grüsse,


Angela
MaB26
MaB26vor 3 Jahren
Liebe Angela
Ganz herzlichen Dank für die Erklärungen und den Link. Ich finde es super, dass die Migros noch mehr auf Nachhaltigkeit eingeht als üblich.
Somit können wir mit gutem Gewissen die "neuen" Bananen essen und wegen dem "Geschmack" etc. ,
da gewöhnen wir uns vielleicht auch bald mal daran, dass sie halt ein wenig "anders" schmecken........?
Liebe Grüsse
Federwolke
Federwolkevor 3 Jahren
Hat man eigentlich schon mal in Erwägung gezogen - von wegen kürzere Transportwege und so - Bananen von den Kanarischen Inseln zu importieren? In die EU ausserhalb Spanien dürfen diese etwas kleineren, aber himmlisch schmeckenden Bananen nämlich nicht mehr exportiert werden, da nicht der Norm der Bürokraten in Brüssel entsprechend. Was zur Folge hatte, dass der Kilopreis, den die Bauern erzielen, 2007 auf unter € 0.10 gefallen ist und die Überproduktion tonnenweise an den Wegen entlang der Plantagen auf Komposthaufen vor sich hin moderte. Ich hab mich dort gerne und ohne Gewissensbisse bedient, denn in den Läden gab es nur grasgrüne Bananen und ich wollte sie als Wegzehrung auf meinen Wanderungen und nicht als Souvenir mit nach Hause nehmen... Hatte vorher und seither nie mehr so schmackhafte Bananen gegessen.
M-Infoline
moderator
M-Infolinevor 3 Jahren
@Federwolke



Danke für deinen Input.Wir machen seit einigen Wochen einen Test mit kanarischen Bio Bananen in den Genossenschaftsgebieten Genf und Aare. Somit werden wir das Thema weiterverfolgen und das Bedürfnis der Konsumenten für diese Bananen prüfen.




Wir hoffen, deine Frage hiermit klärend zu beantworten.




Bis bald & viele Grüsse


Angela
Federwolke
Federwolkevor 3 Jahren
Besten Dank für die Info. Nur schade, dass ich das hier so zufällig erfahre. Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig über neue Produkte informiert wird. Wie soll ein Test erfolgreich verlaufen, wenn die Kundschaft nichts davon weiss? Werde gleich mal bei den Bananen vorbeischauen (was ich sonst sehr selten tue), allerdings ohne grosse Hoffnungen, kommen solche Neuheiten doch in der Regel nicht bis in die mittleren bis kleinen Filialen...
harlekin
harlekinvor 3 Jahren
Ich bin auch der Meinung das wir als Konsumenten der Migros nicht mehr so kundenfreundlich informiert werden über Veränderungen wie früher. Das wäre doch möglich im Kundenmagazin der Migros einmal pro Monate eine Spalte für solche Neuigkeiten statt nur Werbung für Neuprodukte und Aktionen.
Kurumi
Kurumivor 3 Jahren
@harlekin @Federwolke

Wenn bereits während der Testphase ein grosses Promoting stattfindet und das Produkt dann aber doch nicht eingeführt wird, hat man’s nicht nur mit vergeudetem Aufwand zu tun, sondern auch unzufriedenen Kunden.
M-Infoline
moderator
M-Infolinevor 3 Jahren
@Federwolke:





Bei der Einführung von Neuheiten versuchen wirunsereKundinnen und Kundenim Migros Magazinund direkt in den Verkaufsstellen auf die neuen Angebote aufmerksam zu machen. Beim Beispiel der kanarischen Bananen ist in der Kalenderwoche 49 im Migros Magazin der regionalen Ausgabe der Genossenschaft Aare über den Verkaufstest der kanarischen Bananen informiert worden. Vielleicht hast du diesen überlesen?
https://www.migrosmagazin.ch/e-paper Wenn du hier eine Postleitzahl aus der Region Aare (Jahr 2017, Ausgabe 49)eingibst, dann findest den entsprechenden Artikel auf Seite 81. Viel Spass beim Lesen!





Noch eine Kleinigkeit: Aktuell ist leider gerade so, dass es aufgrund von Verfügbarkeitsproblemen keine kanarischen Bananen im Verkauf hat. Sobald wir wieder Nachschub erhalten, sind dieBananen wieder in den teilnehmenden Verkaufsstellen zu finden. Am besten fragst du mal beim Verkaufspersonal nach. Und sonst kannst du gerne wieder auf uns zukommen. Dann klären wir mit der Genossenschaft Aare ab, wo in deiner Nähe du fündig wirst.





@harlekin: schade, dass du diesen Eindruck von uns hast. Gerade das Migros Magazin ist für uns ein wichtiges Sprachrohr, über das wir viele Kundinnen und Kunden erreichen. Darum wird es für solche Kommunikationen auch rege durch uns genutzt. Allerdings sind Teile der Magazine regional gestaltet und enthalten Informationen, die nur die jeweilige Genossenschaft betreffen. Wohnst du also beispielsweise in Dietikon, gehst aber in Spreitenbach einkaufen, dann erhältst du das Migros Magazin der Region Zürich, kaufst aber in der Region Aare ein. Somit hast du dann natürlich den Artikel über die Bananen zum Beispiel nicht gelesen. Online können über obigen Link jedoch alle Versionen des Migros Magazins angeschaut werden. Dafür musst du nur eine Postleitzahl aus der betroffenen Genossenschaft eingeben.





@Kurumi:Tatsächlich versuchen wir jeweils, Neuheiten in Aktion in möglichst vielen Filialen anzubieten um die Bekanntheit des neuen Artikels zu steigern.Mit solchen Aktionen möchten wir auch Kundinnen und Kunden auf ein Produkt aufmerksam machen, welches dieser Kundenkreis sonst aufgrund der Filialgrösse, in welcher sie üblicherweise einkaufen, nicht kennen. Ist ein solches Pilotprojekt erfolgreich, wird es in grösseren Filialen und solchen, bei denen die Nachfrage während des Pilotprojekts sehr gross war, eingeführt. Sobald wir merken, dass die Beliebtheit zunimmt, wird der Artikel auch in mittleren und kleineren Filialen eingeführt. Wird ein Produkt allerdings während der Testphase kaum eingekauft, lohnt es sich auch nicht, dieses definitiv ins Sortiment aufzunehmen. Solche Entscheide werden aber immer genaustens geprüft, dass können wir dir versichern.





Ich hoffe, eure Fragen damit zu beantworten – sonst einfach noch einmal melden!






Liebe Grüsse, Tamara
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